Tag archive: PC

Ein Schraubenzieher wird dazu verwendet eine Schraube eines PC-Gehäuses einzudrehen

Hardware-Upgrade für meinen PC

Nachdem es bereits über drei Jahre her ist, dass ich mir zuletzt einen neuen PC bestellt bzw. zusammengebaut habe, wurde es eindeutig mal wieder Zeit für ein Upgrade der Hardware. Dieses war auch bitter nötig, da zuletzt die Bildbearbeitung nahezu unerträglich langsam wurde. Bei wenigen Fotos kann man da schon mal drüber hinweg sehen, aber wenn man hunderte von Fotos bearbeiten will ist das ziemlich nervtötend.

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Screenshot des Indie-Spiels Minecraft, welches vier hohe Türme zeigt.

Minecraft FTW!

Vor ein paar Wochen (oder sind es bereits Monate?) bin ich auf Minecraft aufmerksam geworden (bereits vor GameOne). Ein geniales, auf Blöcken basierendes, Indie-Spiel von Mojang aus Schweden, welches sich weltweit einer immer wachsenden Beliebtheit erfreut und eine rasant wachsende Community hat. Anders als bei anderen Spielen gibt es hier jedoch kein bestimmtest Ziel zu erreichen, was es ideal macht für eine kleine Runde zwischendurch, aber es kann auch abendfüllend für Spaß sorgen.

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Logo des imx.BattleGround vor einem Abfluss eines Waschbeckens, welches mit Blutspritzern gesprenkelt ist.

imx.BattleGround

Wer heute bei Twitter oder Facebook aufgepasst hat, hat bestimmt schon diese Umfrage gesehen, in der die Frage gestellt wird was wir am Freitag zocken sollen. Doch um ein klein wenig mehr Hintergrundwissen zur Verfügung zu stellen schreibe ich diesen kleinen Artikel.

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Foto der Bühne, auf der die erste Keynote der International PHP Conference 2009 in Karlsruhe, stattfand.

IPC 2009 – Tag 1

Da ich, wie ich bereits geschrieben habe, pünktlich angekommen bin habe ich die Eröffnungssession auch noch mitbekommen, die einen kleinen Einblick in das vielfältige Programm der International PHP Conference und der webtech gab. Kurz darauf ging es dann auch schon mit der Session „Design Patterns“ von Cal Evans bei mir los und das war genau richtig als Einstimmung auf die nächsten drei Tage.

Design Patterns von Cal Evans

Gestartet hat die Session direkt mit einer Buchempfehlung: „Design Patterns“ von der Gang Of Four. Anschließend ging er dann großteils auf das MVC-Pattern ein und hat dessen richtige Verwendung erklärt, z.B. sollte ein Model niemals direkt auf eine Datenbank abbilden, da die Datenquellen eines Models wesentlich vielfältiger sein können. Sie können neben Datenbanken auch auf Webservices, etc. zugreifen und ihre Daten von dort beziehen.

Controller sollten ebenfalls keine großen Logiken beinhalten, sondern nur dafür Sorge tragen, dass die Daten vom Model zum View und umgekehrt gelangen. Jedoch sollten im Controller die Exceptions gefangen werden. Das Stichwort, welches ich vor kurzem dazu gelernt habe, nennt sich „Fat Model, Tiny Controller“.

Der View sollte logischerweise keine Logiken enthalten, sondern nur für die Darstellung sorgen. Dafür kann er, wenn nötig, auch direkt auf das Model zugreifen, darf jedoch keine Daten schreiben, sondern nur lesen.

Abgesehen davon ist er noch auf das Decorator Pattern eingegangen, welches anstatt multipler Vererbungen verwendet werden sollte, da man damit wesentlich flexibler ist.

NetBeans IDE von Petr Pisl

Die zweite Session stand ganz im Zeichen der aktuellen Betaversion von NetBeans, einer schlanken, aber sehr mächtigen IDE für die Entwicklung in verschiedenen Programmiersprachen. Da es bei der IPC logischerweise um PHP geht wurden auch nur die neuen Features dieses Pakets abgehandelt.

So soll die neue Version nach Plan am 10.12.2009 erscheinen und viele neue Fähigkeiten besitzen. Die erste genannte war eine Codevervollständigung ohne PHPDoc. Dafür scannt NetBeans den Code und versucht anhand verschiedener Indikatoren herauszufinden, was die Methoden und Funktionen für Rückgabewerte liefern. Auch soll PHPDoc nun eine Code-Completion erhalten, ebenso wie einzelne Elemente eines Arrays oder auch SQL, welches in Strings vorkommt. Man kann nun auch bestimmte Ordner aus dem Index für die Vervollständigung herausnehmen.

Abgesehen von diesen Features, die ich enorm spannend finde soll auch das Erstellen von Unit-Tests sehr einfach werden und die Ausführung dieser ebenso. Das Handling dieses Features erinnert mich stark an Zend Studio for Eclipse, wo das auch möglich ist.

Continuous Integration von Stefan Priebsch und Sebastian Bergmann

Diese Session war für mich extrem interessant, da ich mit diesem Thema noch nicht wirklich in Berührung gekommen bin. Die ersten Aussagen der beiden hat auch direkt beinhaltet, dass man unbedingt automatische Tests durchlaufen lassen soll und mindestens einmal täglich den aktuellen Stand zu integrieren, also zu committen.

Anschließend wurde der Wert von Continuous Integration angesprochen, der sehr hoch ist. Durch dieses Verfahren verringert man Risiken und reduziert gleiche Prozesse, da nicht überall die gleiche Software installiert werden muss. Abgesehen davon erzeugt man deploybare Software, sorgt für größeres Vertrauen in den eigenen Code und die Sichtbarkeit eines Projektes wird erhöht, da jeder immer den aktuellsten Stand einsehen kann.

Um mit diesem Verfahren starten zu können muss man zuerst einmal die Prozesse herausfinden, die automatisiert werden können. Hieraus soll dann ein „Non-Event“ gemacht werden, was im Klartext bedeutet, dass es sehr einfach sein soll diesen Prozess auszuführen, z.B. durch einen Klick auf einen Button oder ein kleines Skript.

Zuletzt wurden dann noch diverse Tools vorgestellt, die man nutzen kann und die ich hier einfach nur auflisten will, da ich mich damit noch nicht weiter beschäftigt habe: CruiseControl, phpUnderControl, Hudson, Atlassian Bamboo und Arbit.

Event Driven Architectures von Benjamin Eberlei

PHP an sich unterstützt nur bedingt Events, da es eine request-basierte Sprache ist. Jedoch gibt es zwei Patterns, die man nutzen kann, um so eine Architektur zu bilden: Das Observer-Pattern und das Event-Dispatcher-Pattern.

Doch auch dies reicht noch nicht aus, um auf Events reagieren zu können. Dazu sind weitere Tools notwendig, wie z.B. XMPP, dropr oder Gearman. Erst durch diese wird es möglich auch asynchron mit PHP arbeiten zu können. Von diesen drei Tools hat Benjamin noch Gearman etwas weiter vorgestellt, welches durch seine einfache Nutzung bei mir punkten konnte.

Wer langsam ist verliert von Dr. Johannes Mainusch

Diese Session war von der webtech und sehr interessant. Es wurde davon berichtet, welche Ziele sich XING gesetzt hat und wie sie es geschafft haben diese zu erreichen.

Die Performance von Websites ist sehr wichtig und jede Seite sollte innerhalb von zwei Sekunden komplett geladen werden, da ein Mensch in dieser Zeit eine Reaktion erwartet. Wenn nichts voran geht kommt Frustration auf und die Plattform wird verlassen. Diese Nutzer kommen auch meist nicht wieder. Dabei macht die Zeit, die der Server für die Datenverarbeitung benötigt, meist nur einen kleinen Teil aus, der größte Teil findet jedoch auf dem Weg vom Server zum Nutzer statt.

Um hier für mehr Geschwindigkeit zu sorgen ist es erstmal wichtig die Engpässe zu finden. Wie groß sind die ausgelieferten Dateien, werden diese vom Browser gecached, gibt es langsame Requests usw. Hat man hier alles identifiziert kann mit der Optimierung begonnen werden. Man kann dann anfangen Dateien zusammenzufassen, das Caching für den Browser zu beeinflussen usw.

Fazit

Alle diese Sessions waren sehr interessant und ich bereue es nicht andere Sessions besucht zu haben. Es waren viele spannende Themen von kompetenten Speakern, die zumindest mir einige neue Erkenntnisse gebracht haben.

Entwickler im ersten Talk von Cal Evan auf der International PHP Conference 2009 in Karlsruhe.

IPC 2009 – Eine Zusammenfassung

Wir schreiben den 16. November 2009. An sich genommen kein besonderes Datum. Doch einige unter uns Menschen, die sogenannten Geeks, Nerds und Konsorten freuen sich auf ein großes Event, welches in Karlsruhe stattfindet: Die International PHP Conference 2009.

Auch ich gehöre zu dieser auserlesenen Personengruppe und bin bereits seit Sonntag in Karlsruhe, um gleich morgens mit der Begrüßungssession durchstarten zu können.

Neben der IPC läuft parallel noch eine weitere Konferenz, die damit ihre Premiere feiert. Die webtech Conference hat sich aus der webinale heraus entwickelt und soll mehr auf die tatsächlich verwendeten Technologien im World Wide Web eingehen und kein Querbeet-Programm bieten, sondern sich gezielt an Webentwickler richten.

Beide Konferenzen bieten viele interessante Sessions zu allen möglichen relevanten Themen, die man sich im jeweiligen Umfeld nur denken kann. Somit gibt es insgesamt an die 150 Sessions (ich habe nicht nachgezählt). Für Besucher, die einen Super-Konferenz-Pass habe, so wie mich, gibt es sogar als Schmankerl kostenlos ein Netbook oder besser gesagt ein Intellibook.

Doch nun zur Zusammenfassung, bevor ich mich hier noch in irgendwelchen langwierigen Erklärungen verstricke

Sonntag, 15. November 2009

Nach einiger Verspätung bin ich in Karlsruhe angekommen und nachdem ich im Hotel eingecheckt habe, habe ich mich direkt auf den Weg ins Konferenzzentrum gemacht, um noch etwas von der Unconference, für die ich angemeldet war, mitzubekommen.

Doch das war eine herbe Enttäuschung, da mir die Dame am Empfang mitgeteilt hat, dass sich die Unonference aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl zerschlagen hat. Wie ich am nächsten Tag erfahren habe waren ganze sieben Leute anwesend. Nichtsdestotrotz wurde mir angeboten die laufenden Workshops zu besuchen. Da ich jedoch schon recht spät dran war und die Workshops nur noch ca. 45 Minuten dauerten bin ich stattdessen ins Kino gegangen.

Montag, 16. November 2009

Um nichts zu verpassen war ich schon gegen neun Uhr im Konferenzzentrum, was sich als gut herausgestellt hat, da ich so auch die „Begrüßungssession“ anschauen konnte, die auf das Programm der nächsten drei Tage vorbereitet hat.

Anschließend hieß es dann mein Hirn auf Englisch zu stellen und die erste Session zu besuchen. Welche Sessions ich genau besucht habe folgt in den nächsten Artikeln. Wer mir auf Twitter folgt hat sowieso einen großen Teil davon schon erfahren.

Insgesamt gibt es zu sagen, dass die Sessions am Montag sehr ausgewogen und interessant waren. Ich bereue keine einzige davon. Sehr überrascht war ich vom guten Essen des Caterings, auch wenn das „Essensband“ um mein Handgelenk etwas sehr eng befestigt wurde.

Am Montag fand auch noch die Open Source Expo statt, wo sich Open Source-Projekte vorstellen und neue Nutzer sammeln können. Die meisten Systeme kannte ich auch schon zuvor, doch auch einige neue waren dabei, von denen ich noch nie zuvor gehört habe.

Abends bin ich nahezu direkt nach der letzten Session zurück ins Hotel und habe mich vom Tag erholt und angefangen mein neues technisches Spielzeug einzurichten.

Dienstag, 17. November 2009

Am Dienstag ging es schon um neun Uhr los und ich habe es auch geschafft, trotz starker Müdigkeit und des Unwillens mich aus dem warmen Bett zu begeben, pünktlich zu sein.

Auch an diesem Tag waren viele interessante Sessions zu besuchen, das Essen war auch wieder gut und abends gab es dann, nach einer doch etwas unnützen Session, noch eine Party, eine Fun-Keynote und Casino. Quasi das gleiche Programm wie letztes Jahr schon zur webinale. Diese Gelegenheit habe ich natürlich genutzt und mich über einen Twitterbekannten (@tweetmaex) noch mit zwei anderen Leuten bekannt gemacht.

Mittwoch, 18. November 2009

Auch am Mittwoch begannen die ersten Sessions schon um neun Uhr und wieder habe ich es geschafft pünktlich anzukommen. Die Sessions waren auch großteils interessant, aber irgendwie hat man sehr stark gemerkt, dass der letzte Tag der Konferenz ist, da auf eine bestimmte Art und Weise die Luft raus war.

Gefühlt gab es wesentlich mehr deutsche Sessions und sogar die Keynote war deutsch, was ich ziemlich unpassend finde auf einer internationalen Konferenz. Dazu kommt, dass sie nicht mal sehr spannend oder ansprechend war. Mehr dazu jedoch in einem anderen Artikel. Die letzte Session hab ich dann aufgrund mangelnder guter Themen sausen lassen und bin stattdessen mit meinen neuen Bekannten zu Starbucks und habe mir einen sehr leckeren Cappuccino genehmigt.

Fazit

Alles in allem betrachtet hat mir die Konferenz sehr gut gefallen und ich habe einiges dazu gelernt. Und bis auf ein paar kleine „Unstimmigkeiten“ gibt es auch nichts zu meckern.

Sehr faszinierend fand ich wie stark das Zend Framework gepusht und die VZ-Familie mies gemacht wurde. Zudem sollte jeder seinen Buildvorgang überdenken und auf Continuos Integration und automatische Builds umstellen, um die Qualität sicher zu stellen, die man haben will. Hierzu wurden auch einige Tools genannt, die ich mir bestimmt mal anschauen werde.

So, das ist ein hübsch langer Artikel geworden und deswegen höre ich jetzt auch auf bevor der Akku seinen Geist aufgibt und alles zunichte macht. Alles weitere darüber, welche Sessions ich besucht habe und was die Kernaussagen davon waren folgt in den nächsten drei Artikeln.

Ein altes, verwittertes Buch neben einem ebenso altertümlich wirkenden Eimer.

String Klasse: Version 1.1.0

Diese Version gammelt nun schon seit weit über einem Monat auf meinem PC herum, hat aber erst heute ihre Vollendung gefunden dank dem Kommentar von Phil. Er hat mich darauf gebracht zwei magische Methoden einzubauen, mit denen die Möglichkeiten der Klasse enorm gestiegen sind.

Neue Features

Da dieses Release neue Features beinhaltet und nicht nur Bugs und Optimierungen enthält verdient es auch den Sprung von Version 1.0.1 auf 1.1.0. Welche Features das genau sind werde ich jetzt versuchen zu erläutern.

String erweitern

Es gibt jetzt gleich vier neue Methoden einen String zu erweitern: add(), addMore(), insert(), insertMore().

Mit der add()-Methode ist es möglich einen anderen String oder auch ein String-Objekt an das bisher bestehende anzufügen oder voranzustellen. Man kann auch mit einem Parameter angeben, was zwischen den Strings stehen soll. Mit addMore() kann man im Grunde genommen genau das Gleiche machen, nur kann man hier ein Array aus Strings oder String-Objekten übergeben.

Mittels insert() kann man einen String oder auch hier wieder ein String-Objekt in das bisherige String-Objekt einfügen. Dabei gibt man über einen Parameter den Offset an. Hier macht insertMore() auch wieder das Gleiche, nur dass es die in einem Array übergebenen Strings nacheinander einfügt.

String kopieren

Es ist nun auch möglich ein String-Objekt zu kopieren mittels der Methode copy(). Zurückgegeben wird ein neues String-Objekt, welches den gleichen Inhalt hat, wie das, welches kopiert wurde.

Magische Methoden

Mit PHP 5 wurden magische Methoden in Objekten eingeführt. Wie eingangs erwähnt habe ich heute erste die beiden Methoden __call() und __toString() eingebaut.

Erstere ist dafür zuständig die Möglichkeiten dieser Klasse enorm zu erweitern, da man dadurch jede beliebige String-Funktion aufrufen kann und diese dann auf das Objekt angewendet wird. Beispiel:

// Gibt 'is is the new st' aus
$string = new String('This is the new string.');
$string->substr(2, 16)->show();

Wie man sieht ist diese Methode ein wirklich mächtiges Werkzeug und auch Simon sollte jetzt zufrieden gestellt sein

Die Methode __toString() sorgt dafür, dass das Objekt direkt ausgegeben werden kann. Normalerweise würde eine Warnung auftreten, doch jetzt wird schlicht und ergreifend der String zurückgegeben. Das kann dann so aussehen:

// Gibt 'This is the new string.' aus
$string = new String('This is the new string.');
echo $string;

Vererbbarkeit

Als letzte gravierende Änderung ist es nun möglich von der String-Klasse abzuleiten, um eigene Erweiterungen dafür zu schreiben. Man kann in den abgeleiteten Klassen jede Methode verwenden, die die String-Klasse selbst hat, da alles entweder von außen zugänglich, also public ist oder geschützt (protected).

Diese Möglichkeit habe ich mir auch direkt zunutze gemacht und eine Ableitung geschrieben: JavascriptString. Mit dieser Klasse ist es möglich viele String-Funktionen, die in Javascript zur Verfügung stehen auch in PHP zu nutzen.

Dokumentation

Dieser Artikel ist nicht allzu ausführlich und das soll er auch gar nicht sein. Ich muss nicht jede einzelne Zeile oder Methode ausführlich erklären, denn die Klasse selbst ist ausführlichst dokumentiert und mit Beispielen versehen. Wer jedoch einen schnellen Blick riskieren will findet hier eine ausführliche Dokumentation, die mit phpDocumentor erstellt wurde.

Subversion

Da ich inzwischen Subversion auch privat nutze war es nur logisch das Projekt auch damit zu versionieren. Den aktuellen Entwicklungsstand findet man ab sofort immer unter dieser URL: http://dbsvn.agitos.de/public/string/trunk/

Committen darf momentan nur ich, aber um den aktuellen Stand auschecken zu können gibt es den User anonymous mit dem gleich lautenden Passwort.

Download

Zu guter Letzt kommt schließlich noch der Download der aktuellen Version. Download.

Wer auch hier Subversion nutzen möchte kann dies über den von mir angelegten Tag erledigen:http://dbsvn.agitos.de/public/string/tags/1_1_0/

Standard-Wallpaper von Windows 7

Windows 7

Lange musstet ihr warten, doch nun ist es endlich soweit. Ich schreibe tatsächlich am, vor Ewigkeiten angekündigten, Artikel zu Windows 7, der meine gesammelten Erfahrungen mit diesem Betriebssystem schildern soll.

Download und Installation

Am 9. Januar diesen Jahres wurde die Betaversion zum Download freigegeben. Auch ich war an diesem Tag dabei und habe nahezu 24 Stunden auf einen erfolgreichen Download gewartet. Als sich dann endlich das Image auf meiner Platte befand dauerte es nicht lange bis es seinen Weg auf eine DVD fand und ich anfing das System auf eine neue Partition zu installieren. Schon zu diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dass Windows 7 ganz anders als Windows XP ist, da allein die Installation sehr schnell und bedienerfreundlich ablief.

Anschließend erfolgte der erste Start und man kann hier wirklich von einem Start sprechen, da der Desktop innerhalb kürzester Zeit zu sehen war und ich loslegen konnte. Zuerst wurde natürlich ein Antivirenprogramm installiert, welches ich bereits auf einer meiner Festplatten abgelegt hatte. Man will sich ja nicht ungeschützt ins Netz begeben. Dann fing ich an die neuen Features zu erkunden.

Was ist alles neu und was bleibt beim alten?

Screenshot der neuen Taskleiste von Windows 7

Die Taskleiste wirkt aufgeräumt und ist beliebig mit Programmen bestückbar, ähnlich der bisher verfügbaren Schnellstartleiste.

Das Erste, was direkt ins Auge sticht, ist natürlich der Style, der sich, soweit ich das beurteilen kann, nicht allzu sehr von Windows Vista unterscheidet. Auf der Suche nach einem startbaren Programm kommt man anfangs nicht um das Startmenü herum und das ist der Moment in dem man die komplett geänderte Taskleiste entdeckt. Sie ist höher als bei Vista, aber ihre wahren Fähigkeiten offenbart sie erst, wenn man ein Programm startet.

Der Programmstart selbst überrascht, da dieser rasend schnell vonstatten geht. Hier habe ich mich sehr wie bei einem frisch aufgesetztes Windows XP gefühlt. Doch bei diesem System geht die Performance mit ansteigender Betriebszeit allmählich vor die Säue und es dauert eine halbe Ewigkeit bis ein Programm einsatzbereit ist. Bei Windows 7 ist das nicht der Fall. Hier bleibt die Performance auch nach Monaten konstant.

Nun wieder zur Taskleiste. Sucht man seine heißgeliebte Schnellstartleiste sucht man diese vergeblich. Sie ist verschwunden, aber immer noch da, auf eine andere Art und Weise. Will man ein Programm in die „Schnellstartleiste“ bringen zieht man einfach die Verknüpfung auf die Taskleiste und schon steht das Programm immer und überall zur Verfügung. Auf dem Screenshot sieht man meine Schnellstartleiste mit den für mich wichtigsten drei Programmen. Startet man nun ein Programm wird um das Icon herum ein Rahmen gezeichnet. Startet man andere Programme gesellen sich diese rechts neben die immer vorhandenen Programmicons.

Ein weiteres sehr nützliches Feature der Taskleiste ist, dass man nun endlich die offenen Programme sortieren kann. Jeder kennt das doch. Man arbeitet wie wild und ein Programm stürzt ab, wenn nicht sogar der Explorer selbst und alle Fenster sind durcheinander gewürfelt. Mir geht es in der Arbeit dann immer so, dass ich alle Programme schließen muss um zum Gewohnten zurückzukommen, da ich mich ansonsten dauernd verklicke. In Windows 7 zieht man nun einfach das gewünschte Programm an die gewünschte Position und schon gehts weiter.

Screenshot der Fenstervorschau der neuen Taskleiste in Windows 7

Die einzelnen Tabs des Internet Explorer 8 lassen sich bequem in einer Vorschau anzeigen.

Gemeinsam mit der Betaversion und auch mit dem Release Candidate wird der Internet Explorer 8 ausgeliefert. Ich will jetzt allerdings nichts über den Sinn und Unsinn dieses Browsers erzählen. Das kann man auch an anderer Stelle tun. Ich will hier auf ein sehr schönes Feature hinweisen, welches im Zusammenspiel zwischen IE8 und Windows 7 sichtbar wird. Hat man im Browser mehrere Tabs geöffnet und fährt in der Taskleiste auf das Programmicon sieht man ebendiese Tabs als wären sie eigenständige Fenster (siehe Screenshot). Hier hoffe ich stark, dass auch andere Softwareschmieden sich diese Möglichkeit zunutze machen.

Taskleiste hier, Taskleiste da. Weg damit!

OK, ich habe wirklich viel über das Anhängsel am unteren Bildschirmrand geschrieben, doch ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich allein dafür Windows 7 kaufen würde, sobald es auf den Markt kommt. Doch nun zu anderen Features.

Wie zuvor bereits angedeutet ist die Performance dieses Betriebssystems beachtlich. Ganz subjektiv betrachtet kommt mir selbst der Release Candidate schneller als mein altes Windows XP vor, jedoch habe ich dieses leider nicht auf meinem neuen PC installieren können. Was aber ganz sicher anders ist, ist die Geschwindigkeit beim Booten. Ich habe jetzt nicht die Zeit dabei gestoppt, aber innerhalb kürzester Zeit kann man zu arbeiten anfangen. Sobald der Desktop angezeigt wird kann man auch schon Programme starten. Bei Windows XP und Vista wartet man erst mal noch eine Weile bis wirklich alles geladen ist.

Ein weitere sehr erfreulicher Punkt sind die Systemanforderungen. Diese sind im Gegensatz zu Vista enorm gesunken. Für Windows 7 benötigt man gerade einmal:

  • Prozessor: 1 GHz (32 und 64 Bit)
  • Arbeitsspeicher: 1 GB (32 Bit), 2 GB (64 Bit)
  • Speicherplatz: 16 GB (32 Bit), 20 GB (64 Bit)
  • Grafik: 128 MB Speicher und DirectX 9-Fähigkeit
  • DVD-Laufwerk

Im Grunde genommen ist das nicht viel mehr als man benötigt, um ein halbwegs flüssiges Windows XP zu bekommen. Wer mehr hat, hat es natürlich gut, da erst ab einer besseren Leistung auch bestimmte Features aktiviert werden, z.B. die Desktopeffekte von Aero. Hier versucht Microsoft wohl auch stark in den Markt der Netbooks drängen zu wollen, die momentan entweder mit Linux oder Windows XP ausgeliefert werden.

Screenshot der Bibliotheken-Verwaltung in Windows 7

Die Bibliotheken in Windows 7 sind äußerst praktisch, wenn man mehrere Ordner für gleiche Datetypen, z.B. Musik, nutzt.

Sehr praktisch sind die neu eingeführten virtuellen Ordner, Bibliotheken genannt (siehe Screenshot rechts). Das sind spezielle Ordner, in die man andere Ordner integrieren kann und somit beispielsweise eine verteilte Musiksammlung an einen Ort zusammenbringen kann. Physikalisch werden die Ordner nicht angerührt, sie werden im Explorer einfach zusammen ausgelesen.

Abgesehen davon hat Microsoft nochmal stark an der Sicherheit des System gearbeitet. Vor allem Nutzer von Windows Vista dürften sich darüber freuen nicht mehr alle fünf Minuten eine Warnung zu erhalten. Das Media Center wurde ebenfalls überarbeitet, Multi-Touch wird unterstützt und DirectX 11 wird veröffentlicht.

Fazit

Da ich Windows 7 als Produktivsystem verwende, hatte ich inzwischen mehr als genug Möglichkeiten mir eine Meinung zu diesem Betriebssystem zu bilden. Ich bin begeistert! Es ist schnell, schön, nicht überladen, hat nützliche Features und macht einfach Spaß. Auch wenn ich es ungern zugebe, aber hier hat Microsoft wirklich ganze Arbeit geleistet. Hut ab. Bis zur Veröffentlichung, die angeblich bereits im Oktober sein soll, dauert es zwar noch ein bisschen und bis dahin muss ich mich noch mit kleinen Minibugs herumschlagen, aber ich bestelle es mir, sobald es zum Verkauf steht.

Und wer es tatsächlich geschafft hat alles bis hier unten zu lesen hat doch bestimmt nichts dagegen noch einen kleinen Kommentar zu schreiben, oder?