Tag archive: Gesetz

Cover des neuen Albums "Ewig" der deutschen Band Letzte Instanz

Letzte Instanz: „Ewig“

„Jeder Schuldige hat eine Zukunft. Jeder Heilige hat eine Vergangenheit. Und das wird ewig so sein.“ Mit dieser Anlehnung an ein Zitat von Oscar Wilde beginnt die Reise im neuen Album „Ewig“ der deutschen Band Letzte Instanz und stimmt auf die darauffolgende Stunde ein. Die Trilogie aus den drei Alben „Schuldig“, „Heilig“ und „Ewig“ kommt mit dieser Scheibe zu einem Ende und verabschiedet sich mit teils sehr starken, teilweise mit etwas einfallslosen Songs.

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Ein Blinker oder Fahrtrichtungsanzeiger eines Autos

Der Blinker, das unbekannte Wesen

Es gibt selten Dinge, über die ich mich derart oft aufregen muss, wie über den Umgang anderer Autofahrer mit ihrem Blinker. Oder, um es korrekt auszudrücken, ihrem Fahrtrichtungsanzeiger. Oft genug habe ich den Eindruck als hätten sie Angst davor einen Spalt in Raum und Zeit zu reißen wenn sie den kleinen Blinker-Hebel hinter ihrem Lenkrad verwenden.

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Screenshot der Startseite des Blogs von Benjamin Hofmann

Großer Relaunch

Lang, lang ist´s her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Um ganz genau zu sein fast zehn Monate. Aber dieser Relaunch soll endlich dafür sorgen, dass ich wieder aktiver blogge. Dafür sorgt neben dem neuen Design auch jede Menge coole Technik im Hintergrund.

Warum der Relaunch?

Seit mehreren Monaten bin ich schon damit beschäftigt dieses Blog neu aufzusetzen, die Inhalte zu überarbeiten und dann in ganz neuer Form zu präsentieren. Warum? Weil mein altes WordPress-Theme zwar schön anzusehen, aber leider viel zu unflexibel war als dass Bloggen damit wirklich Spaß gemacht hätte. Das Design hatte ich damals komplett selbst gestaltet und für WordPress umgesetzt. Mit der Zeit haben sich in WordPress und im Web selbst so manche Dinge geändert, aber eben nicht in meinem Theme.

So war ich also die letzten Wochen und Monate damit beschäftigt ein neues Design zu kreieren, habe meinen Kopf zermartert und meine Hände wundgetippt nur um dann nach maximal zwei Tagen alles wieder über den Haufen zu werfen und die bis dato so tolle Idee zu verwerfen. Schlussendlich habe ich mich auf die Suche nach einem fertigen Theme für WordPress gemacht und wurde nach einigem Ausprobieren und Testen endlich auf Jigsaw von adaptivethemes aufmerksam, welches all das kann was ich mir vorstelle. Und wenn nicht ist ein Feature ja schnell implementiert.

Was ist alles anders?

Screenshot des alten Design von derbenni.de

Das alte Design war zwar etwas ganz anderes für ein Blog als das, was man sonst so sieht, aber leider zu unflexibel für meine Bedürfnisse und Wünsche.

Der Relaunch hat einfach alles anders gemacht. Das neue Theme ist komplett responsive, kann also sowohl auf einem Desktop, einem Tablet oder einem Smartphone bequem betrachtet werden, da es sich der Größe des Screens direkt anpasst. Es nutzt die „Featured Images“ von WordPress für die Thumbnails in Listen und das große Bild auf der Detailseite. Es kann wunderbar mit Videos umgehen. Es bietet mir auch die Möglichkeit ein oder sogar mehrere Portfolios anzulegen (kommt in den nächsten Tagen). Und es kann natürlich noch vieles mehr. Leider hat sich nach dem Kauf des Themes herausgestellt dass vor allem die Sidebar etwas vernachlässigt wurde im Design und noch ein paar andere kleine Dinge gefehlt haben, aber als PHP-Entwickler mit etwas Sinn für Design war hier glücklicherweise schnell Abhilfe geschaffen.

Kurz gesagt war ich die letzten beiden Wochen nahezu jeden Abend fleißig damit beschäftigt den Relaunch vorzubereiten. Im ersten Schritt habe ich WordPress also ganz frisch bei Uberspace installiert. Anschließend wurden die Inhalte von meinen beiden Blogs darin importiert, das neue Theme aktiviert und jeder Artikel gründlich überarbeitet. Einige sind dabei auch im Daten-Nirvana verschwunden.

Und jetzt, da sich alle DNS-Server aktualisiert haben und die neue IP der Website kennen, kann ich das „neue“ Blog endlich der Welt präsentieren.

Was erwartet meine Besucher?

Nachdem der Relaunch endlich über die Bühne gegangen ist, abgesehen von ein paar noch fehlenden Inhalten (und einer kleinen Optimierung hier und da), habe ich endlich wieder die Motivation mehr zu bloggen. Derzeit habe ich bereits drei Artikel im Kopf, die in nächster Zeit garantiert online gehen werden.

So, und jetzt wünsche ich mir noch ein wenig Feedback zum Relaunch. Was haltet ihr davon? Fehlt noch was ganz wichtiges? Oder seit ihr rundum zufriedengestellt?

Screenshot des Indie-Spiels Minecraft, welches vier hohe Türme zeigt.

Minecraft FTW!

Vor ein paar Wochen (oder sind es bereits Monate?) bin ich auf Minecraft aufmerksam geworden (bereits vor GameOne). Ein geniales, auf Blöcken basierendes, Indie-Spiel von Mojang aus Schweden, welches sich weltweit einer immer wachsenden Beliebtheit erfreut und eine rasant wachsende Community hat. Anders als bei anderen Spielen gibt es hier jedoch kein bestimmtest Ziel zu erreichen, was es ideal macht für eine kleine Runde zwischendurch, aber es kann auch abendfüllend für Spaß sorgen.

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Foto der Bühne, auf der die erste Keynote der International PHP Conference 2009 in Karlsruhe, stattfand.

IPC 2009 – Tag 1

Da ich, wie ich bereits geschrieben habe, pünktlich angekommen bin habe ich die Eröffnungssession auch noch mitbekommen, die einen kleinen Einblick in das vielfältige Programm der International PHP Conference und der webtech gab. Kurz darauf ging es dann auch schon mit der Session „Design Patterns“ von Cal Evans bei mir los und das war genau richtig als Einstimmung auf die nächsten drei Tage.

Design Patterns von Cal Evans

Gestartet hat die Session direkt mit einer Buchempfehlung: „Design Patterns“ von der Gang Of Four. Anschließend ging er dann großteils auf das MVC-Pattern ein und hat dessen richtige Verwendung erklärt, z.B. sollte ein Model niemals direkt auf eine Datenbank abbilden, da die Datenquellen eines Models wesentlich vielfältiger sein können. Sie können neben Datenbanken auch auf Webservices, etc. zugreifen und ihre Daten von dort beziehen.

Controller sollten ebenfalls keine großen Logiken beinhalten, sondern nur dafür Sorge tragen, dass die Daten vom Model zum View und umgekehrt gelangen. Jedoch sollten im Controller die Exceptions gefangen werden. Das Stichwort, welches ich vor kurzem dazu gelernt habe, nennt sich „Fat Model, Tiny Controller“.

Der View sollte logischerweise keine Logiken enthalten, sondern nur für die Darstellung sorgen. Dafür kann er, wenn nötig, auch direkt auf das Model zugreifen, darf jedoch keine Daten schreiben, sondern nur lesen.

Abgesehen davon ist er noch auf das Decorator Pattern eingegangen, welches anstatt multipler Vererbungen verwendet werden sollte, da man damit wesentlich flexibler ist.

NetBeans IDE von Petr Pisl

Die zweite Session stand ganz im Zeichen der aktuellen Betaversion von NetBeans, einer schlanken, aber sehr mächtigen IDE für die Entwicklung in verschiedenen Programmiersprachen. Da es bei der IPC logischerweise um PHP geht wurden auch nur die neuen Features dieses Pakets abgehandelt.

So soll die neue Version nach Plan am 10.12.2009 erscheinen und viele neue Fähigkeiten besitzen. Die erste genannte war eine Codevervollständigung ohne PHPDoc. Dafür scannt NetBeans den Code und versucht anhand verschiedener Indikatoren herauszufinden, was die Methoden und Funktionen für Rückgabewerte liefern. Auch soll PHPDoc nun eine Code-Completion erhalten, ebenso wie einzelne Elemente eines Arrays oder auch SQL, welches in Strings vorkommt. Man kann nun auch bestimmte Ordner aus dem Index für die Vervollständigung herausnehmen.

Abgesehen von diesen Features, die ich enorm spannend finde soll auch das Erstellen von Unit-Tests sehr einfach werden und die Ausführung dieser ebenso. Das Handling dieses Features erinnert mich stark an Zend Studio for Eclipse, wo das auch möglich ist.

Continuous Integration von Stefan Priebsch und Sebastian Bergmann

Diese Session war für mich extrem interessant, da ich mit diesem Thema noch nicht wirklich in Berührung gekommen bin. Die ersten Aussagen der beiden hat auch direkt beinhaltet, dass man unbedingt automatische Tests durchlaufen lassen soll und mindestens einmal täglich den aktuellen Stand zu integrieren, also zu committen.

Anschließend wurde der Wert von Continuous Integration angesprochen, der sehr hoch ist. Durch dieses Verfahren verringert man Risiken und reduziert gleiche Prozesse, da nicht überall die gleiche Software installiert werden muss. Abgesehen davon erzeugt man deploybare Software, sorgt für größeres Vertrauen in den eigenen Code und die Sichtbarkeit eines Projektes wird erhöht, da jeder immer den aktuellsten Stand einsehen kann.

Um mit diesem Verfahren starten zu können muss man zuerst einmal die Prozesse herausfinden, die automatisiert werden können. Hieraus soll dann ein „Non-Event“ gemacht werden, was im Klartext bedeutet, dass es sehr einfach sein soll diesen Prozess auszuführen, z.B. durch einen Klick auf einen Button oder ein kleines Skript.

Zuletzt wurden dann noch diverse Tools vorgestellt, die man nutzen kann und die ich hier einfach nur auflisten will, da ich mich damit noch nicht weiter beschäftigt habe: CruiseControl, phpUnderControl, Hudson, Atlassian Bamboo und Arbit.

Event Driven Architectures von Benjamin Eberlei

PHP an sich unterstützt nur bedingt Events, da es eine request-basierte Sprache ist. Jedoch gibt es zwei Patterns, die man nutzen kann, um so eine Architektur zu bilden: Das Observer-Pattern und das Event-Dispatcher-Pattern.

Doch auch dies reicht noch nicht aus, um auf Events reagieren zu können. Dazu sind weitere Tools notwendig, wie z.B. XMPP, dropr oder Gearman. Erst durch diese wird es möglich auch asynchron mit PHP arbeiten zu können. Von diesen drei Tools hat Benjamin noch Gearman etwas weiter vorgestellt, welches durch seine einfache Nutzung bei mir punkten konnte.

Wer langsam ist verliert von Dr. Johannes Mainusch

Diese Session war von der webtech und sehr interessant. Es wurde davon berichtet, welche Ziele sich XING gesetzt hat und wie sie es geschafft haben diese zu erreichen.

Die Performance von Websites ist sehr wichtig und jede Seite sollte innerhalb von zwei Sekunden komplett geladen werden, da ein Mensch in dieser Zeit eine Reaktion erwartet. Wenn nichts voran geht kommt Frustration auf und die Plattform wird verlassen. Diese Nutzer kommen auch meist nicht wieder. Dabei macht die Zeit, die der Server für die Datenverarbeitung benötigt, meist nur einen kleinen Teil aus, der größte Teil findet jedoch auf dem Weg vom Server zum Nutzer statt.

Um hier für mehr Geschwindigkeit zu sorgen ist es erstmal wichtig die Engpässe zu finden. Wie groß sind die ausgelieferten Dateien, werden diese vom Browser gecached, gibt es langsame Requests usw. Hat man hier alles identifiziert kann mit der Optimierung begonnen werden. Man kann dann anfangen Dateien zusammenzufassen, das Caching für den Browser zu beeinflussen usw.

Fazit

Alle diese Sessions waren sehr interessant und ich bereue es nicht andere Sessions besucht zu haben. Es waren viele spannende Themen von kompetenten Speakern, die zumindest mir einige neue Erkenntnisse gebracht haben.

Eine alte, noch betriebsbereite Dampfmaschine auf einem Treffen für Liebhaber dieser Maschinen

Eine Engine sie zu knechten

Das Web entwickelt sich weiter. Websites werden immer mehr zu interaktiven Anwendungen, bei denen der Nutzer diverse Einstellungen tätigen oder mit anderen kommunizieren kann. Ein Browser jedoch stellt hier immer noch ein sehr großes Hindernis dar, nämlich der Internet Explorer 6. Nun ist es soweit und YouTube, eine der weltweit führenden Websites, stellt langsam die Unterstützung für dieses veraltete Stück Software ein.

Das ist ein großer Schritt und hoffentlich tun viele andere Websites es YouTube bald gleich, um diesem Browser endgültig den Garaus zu machen. Doch wie soll es danach weitergehen? HTML 5 kommt definitiv und die Browserhersteller entwickeln auch fleißig weiter, um das Internet mit jeder neuen Version noch besser zu machen.

Doch genau hier liegt, meines Erachtens nach, momentan das Problem. Jeder Hersteller bastelt fleißig weiter an seinen Engines. Mozilla an Gecko, Microsoft an Trident, Apple an WebKit, usw. Wäre es nicht viel schlauer, dass sich die großen Produzenten an einen großen runden Tisch setzen und die Gemeinsamkeiten in ihren Lösungen finden, diese evaluieren, konsolidieren und dann in die jeweiligen Browser einbauen?

Derzeit ist es zwar so, dass Websites in vielen Browsern nahezu gleich aussehen, doch noch immer gibt es, trotz der Unterstützung von Webstandards, diverse Unstimmigkeiten und ein Browser zeigt eine Seite etwas anders an als der vorherige. Man muss sich nur mal anschauen, wie unterschiedlich die Schriften z.B. im Internet Explorer und im Firefox gerendert werden. Oder aber man versucht ein paar Features von HTML 5 und/oder CSS 3 zu verwenden. Ein Browser kann es darstellen, der andere gar nicht und wieder ein anderer muss anders angesprochen werden.

Überall hier wäre es sehr hilfreich, wenn immer die gleiche Engine eingesetzt werden würde. Ich will damit nicht erreichen, dass die verschiedenen Browser vom Markt verschwinden und es nur noch einen einzigen gibt, der alles kann. Auf gar keinen Fall, denn das ist sehr wichtig. Ein Hersteller veröffentlicht ein neues Feature, der nächste übernimmt und verbessert es und wieder der nächste kann darauf verzichten, da es schlichtweg nicht zum Browser und dessen Ideologie passt.

Die Features der unterschiedlichen Browser sollen und müssen erhalten bleiben, aber ich denke, dass jeder Webdeveloper über eine gemeinsame Technik zum Rendern der Seiten extrem froh wäre. Es müssen keine besonderen Bugs mehr beachtet, keine speziellen Codes verwendet und keine Darstellungsprobleme mehr behoben werden. Durch die gemeinsame Engine könnte das Web um ein vielfaches standardisierter und die Entwicklung dafür enorm vereinfacht werden.

Was haltet ihr von dieser Idee? Wäre sowas zu schaffen oder sehr ihr Nachteile dabei? Ihr seid gerne dazu eingeladen einen Kommentar zu hinterlassen

Screenshot meines Lifestreams

maiksi.de – Mein Lifestream geht online

Seit heute ist mein neuestest Projekt online: maiksi.de, mein Lifestream. Ursprünglich ganz anders geplant, aber jetzt wesentlich besser und viel cooler.

Ursprünglich wollte ich meinen Lifestream mit Sweetcron umsetzen, einem wirklich schönen Stück Software, welches per Cronjob alle gepflegten Feeds einliest und chronologisch alle darin enthaltenen Artikel auflistet. Doch so sehr ich es auch versucht habe wollte kein anständiges Design dabei herauskommen.

Doch gestern kam mir die glorreiche Idee eines meiner alten Designs als Grundlage zu verwenden und damit mein Feed fressendes Monster selbst zu programmieren. Das Basisdesign war ja schon da, ich musste es nur noch an den neuen Einsatzzweck anpassen, weshalb die Entwicklung auch sehr schnell vonstatten gehen konnte.

Technik

Dass diese Website auf PHP basiert, brauche ich wohl niemandem zu erzählen, immerhin ist diese Sprache mein Steckenpferd. Doch dazu wollte ich anfangs noch HTML 5 verwenden, habe es aber sein lassen, da wirklich nahezu kein Browser das unterstützt, was ich nutzen wollte. Also bin ich beim guten alten XHTML geblieben. Abgesehen davon ist noch jQuery auf der Clientseite und Magpie RSS auf der Serverseite im Einsatz.

Wird die Seite aufgerufen wird für jede gelistete Website ein AJAX-Request abgesetzt, der mir im JSON-Format ein paar Basisdaten und die letzten 5 Einträge im Feed mitsamt URL und Titel zurückgibt. Aus diesen Daten werden kleine Fenster gebaut, die beim Klick auf den Titel einer Seite angezeigt werden und mittels jQuery UI verschoben werden können.

Antrieb

Als Internetjunkie bin ich nahezu den ganzen Tag im Netz unterwegs und hinterlasse hier und dort diverse Spuren. Mit einem Lifestream können diese Aktivitäten gesammelt und aggregiert werden. Da die Umsetzung mit Sweetcron jedoch nichts werden wollte habe ich einen neuen Antrieb gefunden, nämlich einen Lifestream zu schaffen, der ganz anders als alle anderen zuvor ist.

Ich denke, dass mir das mit dem schlichten Design und der interaktiven Umsetzung durchaus gelungen ist. Mittels eines kurzen Klicks ist man über jede meiner Aktivitäten informiert und deswegen ist auch der Name maiksi perfekt. Dieses Wort stammt aus der Sprache Tagalog und bedeutet „kurz“.

Und jetzt hoffe ich mal, dass euch diese Seite ebenso gut gefällt wie mir und bin gespannt auf Feedback

Eine Säule inmitten eine Stadt mit der Aufschrift Subversión. Dahinter sind Gleise erkennbar.

Subversion – Was ist´s, was bringt´s?

Mal ganz ehrlich. Viele Programmierer fangen nach einer Idee direkt und ohne Umschweife das Schreiben ihres Codes an. Dabei entsteht ein ganzer Wulst an Funktionen und Logiken. Manche davon sind besser, andere schlechter und so wird von der einen Stelle zur anderen kopiert, gelöscht und neu geschrieben. Stellt man jetzt jedoch irgendwann einmal fest, dass die letzten Schritte nicht dem entsprechen, was man sich vorstellt macht man diese rückgängig. Ist das nicht möglich hat man ein Problem und muss versuchen sich das Geschriebene wieder irgendwie zusammenzureimen.

Dieses eben beschriebene Szenario kenne ich aus meiner eigenen Erfahrung nur allzu gut und hätte ich zu diesen Zeitpunkten Subversion eingesetzt, hätte ich mir einiges an Stress und Verkomplizierungen sparen können.

Was ist Subversion?

Subversion ist eine Software zur Versionsverwaltung. Mit ihr ist es möglich jederzeit nachzuvollziehen wer wann was an einer Datei geändert hat. Wird der Log richtig gepflegt wird auch sofort klar, warum die Änderung erfolgt ist. Abgesehen davon kann man mit Subversion nach einer fehlerhaften Entwicklung auch ältere Versionsstände, sogenannte Revisionen, wiederherstellen. Und zu guter letzt kann man mit diesem Tool noch fertige Release-Stände auszeichnen.

Subversion unterstützt also Entwickler nicht nur dabei ihren eigenen Code unter Kontrolle zu halten, sondern ist vor allem für Teams aus mehreren Entwicklern gedacht. Man hat die Möglichkeit, dass sich mehrere Personen die aktuelle Revision eines Projektes oder einer Datei herunterladen (Checkout), daran arbeiten und sie anschließend wieder hochladen (Commit) und somit eine neue Revision erstellen. Dadurch ist es möglich, dass mehr als eine Person an einer Datei arbeitet. Beim Commit werden die verschiedenen Codestände wieder zusammengeführt (Merge), selbst dann wenn von der aktuellen Datei schon eine neue Version existiert. Probleme treten nur dann auf, wenn an der gleichen Stelle im Code etwas geändert wurde (Conflict). Hier müssen sich die betroffenen Entwickler zusammensetzen und einen gemeinsamen Nenner finden.

Was bringt Subversion?

Alles bis jetzt geschrieben ist ja ganz nett und hört sich gut an, aber wo bleibt jetzt der praktische Nutzen von alldem?

Im Grunde genommen kann ich nur wiederholen, was bereits geschrieben ist. Subversion unterstützt Entwickler in der Kontrolle und Entwicklung ihres Codes. Nicht mehr und nicht weniger. Subversion ist keine eierlegende Wollmilchsau. Es hilft nicht dabei besseren Code zu schreiben. Es tut einfach das, was es kann und das ist verschiedene Entwicklungsstände zu speichern und zugänglich zu machen.

Allerdings kann Subversion bei richtiger Verwendung ein extrem mächtiges Tool darstellen. Und das nicht nur bei der Entwicklung von Software, sondern auch bei der Verwaltung von Dokumenten, Bildern, Musik, Videos, usw. Hier nehme ich einfach mal die Wikipedia als Beispiel. Jeder dort eingestellte Artikel besitzt verschiedene Versionen, z.B. der Subversion-Artikel. Anhand dieser Versionen kann weltweit jeder Interessierte nachsehen wann welche Änderung gemacht wurde und warum. Baut jemand Mist wird einfach eine ältere Version wiederhergestellt und schon geht es weiter. Der Nutzen bei Wikipedia sollte jetzt wohl jedem klar geworden sein.

Durch die Tatsache, dass man mit Subversion nahezu alles verwalten kann und das an einer zentralen Stelle wird das Tool erst richtig nützlich. Hierzu ein praktisches Beispiel aus der Arbeit. Ein Projekt steht an, an dem eine Person entwickelt. Gegen Ende des Projektes wird die Zeit üblicherweise etwas knapp und ein zweiter Entwickler steigt ein. Diese zweite Person muss jetzt nicht lange darauf warten, dass er den Code vom Kollegen geschickt bekommt, sondern kann sofort anfangen, indem er sich das Projekt auscheckt. Durch den Log kann er sich auch schnell über den aktuellen Stand informieren und direkt loslegen. Natürlich müssen sich die beiden Entwickler absprechen wer was erledigt. Die persönliche Komponente kann und darf nicht verloren gehen für den Erfolg eines Projektes.

Das war jetzt nur ein Beispiel von vielen Tausend, die man finden könnte, aber ich denke hierdurch ist zumindest ein Nutzen dieses Tools klar geworden. Wer noch Fragen hat kann diese gerne in den Kommentaren stellen

Standard-Wallpaper von Windows 7

Windows 7

Lange musstet ihr warten, doch nun ist es endlich soweit. Ich schreibe tatsächlich am, vor Ewigkeiten angekündigten, Artikel zu Windows 7, der meine gesammelten Erfahrungen mit diesem Betriebssystem schildern soll.

Download und Installation

Am 9. Januar diesen Jahres wurde die Betaversion zum Download freigegeben. Auch ich war an diesem Tag dabei und habe nahezu 24 Stunden auf einen erfolgreichen Download gewartet. Als sich dann endlich das Image auf meiner Platte befand dauerte es nicht lange bis es seinen Weg auf eine DVD fand und ich anfing das System auf eine neue Partition zu installieren. Schon zu diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dass Windows 7 ganz anders als Windows XP ist, da allein die Installation sehr schnell und bedienerfreundlich ablief.

Anschließend erfolgte der erste Start und man kann hier wirklich von einem Start sprechen, da der Desktop innerhalb kürzester Zeit zu sehen war und ich loslegen konnte. Zuerst wurde natürlich ein Antivirenprogramm installiert, welches ich bereits auf einer meiner Festplatten abgelegt hatte. Man will sich ja nicht ungeschützt ins Netz begeben. Dann fing ich an die neuen Features zu erkunden.

Was ist alles neu und was bleibt beim alten?

Screenshot der neuen Taskleiste von Windows 7

Die Taskleiste wirkt aufgeräumt und ist beliebig mit Programmen bestückbar, ähnlich der bisher verfügbaren Schnellstartleiste.

Das Erste, was direkt ins Auge sticht, ist natürlich der Style, der sich, soweit ich das beurteilen kann, nicht allzu sehr von Windows Vista unterscheidet. Auf der Suche nach einem startbaren Programm kommt man anfangs nicht um das Startmenü herum und das ist der Moment in dem man die komplett geänderte Taskleiste entdeckt. Sie ist höher als bei Vista, aber ihre wahren Fähigkeiten offenbart sie erst, wenn man ein Programm startet.

Der Programmstart selbst überrascht, da dieser rasend schnell vonstatten geht. Hier habe ich mich sehr wie bei einem frisch aufgesetztes Windows XP gefühlt. Doch bei diesem System geht die Performance mit ansteigender Betriebszeit allmählich vor die Säue und es dauert eine halbe Ewigkeit bis ein Programm einsatzbereit ist. Bei Windows 7 ist das nicht der Fall. Hier bleibt die Performance auch nach Monaten konstant.

Nun wieder zur Taskleiste. Sucht man seine heißgeliebte Schnellstartleiste sucht man diese vergeblich. Sie ist verschwunden, aber immer noch da, auf eine andere Art und Weise. Will man ein Programm in die „Schnellstartleiste“ bringen zieht man einfach die Verknüpfung auf die Taskleiste und schon steht das Programm immer und überall zur Verfügung. Auf dem Screenshot sieht man meine Schnellstartleiste mit den für mich wichtigsten drei Programmen. Startet man nun ein Programm wird um das Icon herum ein Rahmen gezeichnet. Startet man andere Programme gesellen sich diese rechts neben die immer vorhandenen Programmicons.

Ein weiteres sehr nützliches Feature der Taskleiste ist, dass man nun endlich die offenen Programme sortieren kann. Jeder kennt das doch. Man arbeitet wie wild und ein Programm stürzt ab, wenn nicht sogar der Explorer selbst und alle Fenster sind durcheinander gewürfelt. Mir geht es in der Arbeit dann immer so, dass ich alle Programme schließen muss um zum Gewohnten zurückzukommen, da ich mich ansonsten dauernd verklicke. In Windows 7 zieht man nun einfach das gewünschte Programm an die gewünschte Position und schon gehts weiter.

Screenshot der Fenstervorschau der neuen Taskleiste in Windows 7

Die einzelnen Tabs des Internet Explorer 8 lassen sich bequem in einer Vorschau anzeigen.

Gemeinsam mit der Betaversion und auch mit dem Release Candidate wird der Internet Explorer 8 ausgeliefert. Ich will jetzt allerdings nichts über den Sinn und Unsinn dieses Browsers erzählen. Das kann man auch an anderer Stelle tun. Ich will hier auf ein sehr schönes Feature hinweisen, welches im Zusammenspiel zwischen IE8 und Windows 7 sichtbar wird. Hat man im Browser mehrere Tabs geöffnet und fährt in der Taskleiste auf das Programmicon sieht man ebendiese Tabs als wären sie eigenständige Fenster (siehe Screenshot). Hier hoffe ich stark, dass auch andere Softwareschmieden sich diese Möglichkeit zunutze machen.

Taskleiste hier, Taskleiste da. Weg damit!

OK, ich habe wirklich viel über das Anhängsel am unteren Bildschirmrand geschrieben, doch ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich allein dafür Windows 7 kaufen würde, sobald es auf den Markt kommt. Doch nun zu anderen Features.

Wie zuvor bereits angedeutet ist die Performance dieses Betriebssystems beachtlich. Ganz subjektiv betrachtet kommt mir selbst der Release Candidate schneller als mein altes Windows XP vor, jedoch habe ich dieses leider nicht auf meinem neuen PC installieren können. Was aber ganz sicher anders ist, ist die Geschwindigkeit beim Booten. Ich habe jetzt nicht die Zeit dabei gestoppt, aber innerhalb kürzester Zeit kann man zu arbeiten anfangen. Sobald der Desktop angezeigt wird kann man auch schon Programme starten. Bei Windows XP und Vista wartet man erst mal noch eine Weile bis wirklich alles geladen ist.

Ein weitere sehr erfreulicher Punkt sind die Systemanforderungen. Diese sind im Gegensatz zu Vista enorm gesunken. Für Windows 7 benötigt man gerade einmal:

  • Prozessor: 1 GHz (32 und 64 Bit)
  • Arbeitsspeicher: 1 GB (32 Bit), 2 GB (64 Bit)
  • Speicherplatz: 16 GB (32 Bit), 20 GB (64 Bit)
  • Grafik: 128 MB Speicher und DirectX 9-Fähigkeit
  • DVD-Laufwerk

Im Grunde genommen ist das nicht viel mehr als man benötigt, um ein halbwegs flüssiges Windows XP zu bekommen. Wer mehr hat, hat es natürlich gut, da erst ab einer besseren Leistung auch bestimmte Features aktiviert werden, z.B. die Desktopeffekte von Aero. Hier versucht Microsoft wohl auch stark in den Markt der Netbooks drängen zu wollen, die momentan entweder mit Linux oder Windows XP ausgeliefert werden.

Screenshot der Bibliotheken-Verwaltung in Windows 7

Die Bibliotheken in Windows 7 sind äußerst praktisch, wenn man mehrere Ordner für gleiche Datetypen, z.B. Musik, nutzt.

Sehr praktisch sind die neu eingeführten virtuellen Ordner, Bibliotheken genannt (siehe Screenshot rechts). Das sind spezielle Ordner, in die man andere Ordner integrieren kann und somit beispielsweise eine verteilte Musiksammlung an einen Ort zusammenbringen kann. Physikalisch werden die Ordner nicht angerührt, sie werden im Explorer einfach zusammen ausgelesen.

Abgesehen davon hat Microsoft nochmal stark an der Sicherheit des System gearbeitet. Vor allem Nutzer von Windows Vista dürften sich darüber freuen nicht mehr alle fünf Minuten eine Warnung zu erhalten. Das Media Center wurde ebenfalls überarbeitet, Multi-Touch wird unterstützt und DirectX 11 wird veröffentlicht.

Fazit

Da ich Windows 7 als Produktivsystem verwende, hatte ich inzwischen mehr als genug Möglichkeiten mir eine Meinung zu diesem Betriebssystem zu bilden. Ich bin begeistert! Es ist schnell, schön, nicht überladen, hat nützliche Features und macht einfach Spaß. Auch wenn ich es ungern zugebe, aber hier hat Microsoft wirklich ganze Arbeit geleistet. Hut ab. Bis zur Veröffentlichung, die angeblich bereits im Oktober sein soll, dauert es zwar noch ein bisschen und bis dahin muss ich mich noch mit kleinen Minibugs herumschlagen, aber ich bestelle es mir, sobald es zum Verkauf steht.

Und wer es tatsächlich geschafft hat alles bis hier unten zu lesen hat doch bestimmt nichts dagegen noch einen kleinen Kommentar zu schreiben, oder?

Ein Kind mit einer Spielzeugwaffe in der Hand. Dahinter sind noch weitere Spielzeugwaffen zu erkennen.

Waffen verbieten?

Um auch mal etwas zu den momentanen Diskussionen um die Verschärfung des Waffenrechts und zur Problematik mit Amokläufen zu sagen will ich jetzt einfach mal meinen Standpunkt zu diesem Thema niederschreiben.

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