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Cover des neuen Albums von Oomph: "Des Wahnsinns Fette Beute"

Oomph!: „Des Wahnsinns Fette Beute“

Was macht der Benni an einem Samstag, wenn er nichts besseres zu tun hat? Richtig, ich gehe shoppen. Und letzten Samstag habe ich dabei ein richtiges Schmankerl in der CD-Abteilung meines Stamm-Elektronikmarktes gefunden. Die Rede ist vom brandneuen Album „Des Wahnsinns Fette Beute“ von Oomph!.

Vor ein paar Wochen bereits wurde ich auf das inzwischen elfte Studio-Album der Begründer der Neuen Deutschen Härte aus Wolfsburg aufmerksam, nachdem ich monatelang die Website auf der Suche nach Neuigkeiten durchforstet habe. Spätestens beim ersten Hören des Songs „Zwei Schritte Vor“ war ich Wahnsinniger davon überzeugt hier richtig fette Beute zu machen. Und meine Vermutung hat sich bestätigt. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass dieses Album mein persönliches Album des Jahres werden könnte.

Mit „Des Wahnsinns Fette Beute“ haben es die Jungs von Oomph! endlich wieder geschafft eine neue musikalische Richtung einzuschlagen. Darauf habe ich bereits seit Jahren gewartet. Die letzten drei Alben „Wahrheit oder Pflicht“, „GlaubeLiebeTod“ und „Monster“ waren zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht das was Oomph! ausmacht, nämlich eine unglaubliche Wandelbarkeit und ein einzigartiger Sound auf jedem Album. Meiner Meinung waren die Jungs schlichtweg geblendet vom Erfolg des Songs „Augen auf!“ und versuchten daran anzuknüpfen ohne sich musikalisch weiterzuentwickeln. Von daher war ich also sehr gespannt darauf was da aus meinen Lautsprechern schallen wird. Also ab ins Auto, die CD eingelegt und losgehört. Bereits beim ersten Song war ich hellauf begeistert und bin sogar Umwege gefahren, nur dass ich das Album zu Ende hören konnte bevor ich daheim ankam.

Die Songs auf „Des Wahnsinns Fette Beute“

Um einen besseren Einblick ins Album zu gewähren will ich hier nun versuchen jeden einzelnen der 16 Tracks höchstprofessionell zu beschreiben.

1. Unzerstörbar

Der Opener des Albums legt sich mächtig ins Zeug um den Hörer von ihm zu überzeugen. Und das gelingt auch. Dero gröhlt aus voller Kehle mit seiner rauen Stimme und auch musikalisch unterscheiden sich merkbar von den Vorgänger-Alben. Tempomäßig ist der Track ein etwas schnellerer Song mit grundsoliden Gitarren-Riffs und einer sehr eingängigen Melodie. Mich würde es nicht wundern wenn dieser Song bald als Single veröffentlich wird.

2. Zwei Schritte Vor

Wer das Video gesehen hat weiß, dass die Jungs Spaß daran hatten es zu produzieren. Der Song macht richtig gute Laune, hat einen eingängigen Rhythmus und einen leicht merkbaren Text. Der Song hat ganz klar etwas von Wahnsinn, aber seht selbst:

3. Such Mich Find Mich

Der Song beginnt mit einem starken Beat, der sich auch die ganze Länge hindurch zieht. Gesanglich stimmt Dero voll darauf ein und „stottert“ manche Teile fast. Den Hauptteil der Melodie machen hier die Synthies aus. Auch hier hat der Refrain großes Mitsing-Potenzial. Auch der ruhige Teil im letzten Drittel passt super dorthin, hält aber nicht sehr lange an, bevor der Song in seinem Höhepunkt endet.

4. Bis Der Spiegel Zerbricht

Es gab bisher nur wenige Songs, die mir beim ersten Hören bereits einen kalten Schauer den Rücken hinablaufen lassen haben. Dieser gehört dazu. Das Tempo ist mittelmäßig, aber die Melodie und der Rhythmus, der den Song hauptsächlich trägt, sind ganz großes Kino. Auch der Gesang ist erste Sahne und verführt einen dazu die Augen zu schließen und im Takt mitzuwippen.

5. Die Geister Die Ich Rief

Dieses Lied erscheint mir wie eine Retroperspektive auf die letzten Alben vor „Des Wahnsinns Fette Beute“, die wie bereits erwähnt, nur bedingt gut waren. Er erzählt von der Gier immer mehr Erfolg zu haben, egal zu welchem Preis, und dem Kampf gegen sie. Hier haben die Gitarren die Oberhand und tragen die simple Melodie mit der tiefen Botschaft.

6. Bonobo

Als ich dieses Lied das erste Mal hörte musste ich an meinen alten Biologie- und Chemie-Lehrer denken, der Bonobos abgöttisch verehrt. Auch hier trägt der starke Beat den Song, im Refrain wirkt er sogar nahezu episch. Ein ganz neues Element ist das Scratching, welches ich bei Oomph! zuvor noch nie gehört habe.

7. Deine Eltern

Eine Hommage an jedermanns Eltern, die einen davor gewarnt haben zu masturbieren. Immerhin haben sie genug Zeit aufgewendet einen davon abzuhalten. Der Rücken geht kaputt durch die Haltung und blind wird man sowieso. Die beste Stelle des Songs ist ganz klar diese:

Danke, dass ihr immer für mich da wart
Danke, dass ihr mich mich versteht
Jetzt sitz´ich hier mit ´nem steifen Rückgrat
Grinsend im Dunkel, das nie mehr vergeht

8. Kleinstadtboy

Es gibt bestimmt mehr als genug schwule Männer, die sich nicht trauen sich zu outen und einen auf „Harter Macker“ machen. Dieser Song ist genau diesen gewidmet, da sie sich selbst verneinen und vorgeben etwas zu sein, was sie nicht sind. Auch hier ist der Beat sehr prominent und der Song wirkt sehr modern. Das Tempo ist etwas höher als im Durchschnitt des Albums.

9. Regen

Der erste Track, der ganz ruhige Töne bietet. Nach langem Überlegen klingt er beinahe wie „Beautiful“ von Christina Aguilera. Zumindest ergaben sich in meiner Erinnerung davon einige Überschneidungen. Streicher tragen bedeutend zur Atmosphäre des Liedes bei, ebenso wie der sehr ruhige und sehr klare Gesang.

10. Kosmonaut

Als ich diesen Song zuerst hörte war mein Rücken kurz davor wieder einen kalten Schauer zu produzieren. Aber dabei blieb es dann. Nichtsdestotrotz ist er unglaublich anzuhören. Trotz des teilweise etwas höher wirkenden Tempos ist er sehr ruhig und schließt man die Augen kann man das Vakuum des Alls fast selbst spüren.

11. Komm Zurück

Wieder etwas schneller und mit einer klaren melodischen Linie, gestützt durch die Gitarren und das Schlagzeug. Der Sprechgesang ist ebenfalls etwas schneller und der Refrain macht sehr viel Spaß. Alles in allem ein sehr solider Song, der aber nur wenig außergewöhnliches bietet, im Gegensatz zu den restlichen Songs von „Des Wahnsinns Fette Beute“.

12. Aus Meiner Haut

Neben schwulen Männern gibt es auch genug Transvestiten, die zwischen den Geschlechtern stehen und sich nicht entscheiden können bzw. wollen. Dieser Song beschreibt das Leben eines solchen Menschen. Trotz der teils starken Riffs ist der Song eher in ruhigen Gefilden unterwegs.

13. Seemannsrose

Dieses Lied fällt eindeutig aus der Rolle, wenn man sich die restlichen Songs von „Des Wahnsinns Fette Beute“ anhört. Es fängt mit einer Ziehharmonika an und es wirkt insgesamt wie ein Seemannslied aus alten Zeiten inklusive Seemanns-Chor und Jahrmarkt-Glocken. Der Höhepunkt wird dann wieder von Gitarren unterstützt und jeder Menge „Jo-Hoh-Hoh“.

14. Unendlich

Ein sehr starker Track, der zu anfang nur aus einem einzigen langanhaltenden Ton besteht, der von einem langsamen und sehr stark verzerrtem Gitarren-Solo unterstützt wird bevor er in eine ruhige Melodie übergeht. Das Thema ist Selbstmord und der Song wirkt ebenso verzweifelt wie traurig.

15. Fütter Mich

Ein schneller Einstieg bringt einen direkt dazu den Nacken zu bemühen und mitzubangen. Der Refrain ist dem Tempo angepasst teils gestottert und die Melodie wird hier von einer Gitarre erzeugt und nur von den weiteren Elementen unterstützt.

16. Der Tod Ist Nur Ein Herzschlag Entfernt

Der letzte Track wirkt auch genauso. Am Ende bekommt man das typische Piepen eines EKGs zu hören, welches langsam in eine durchgehende Linie übergeht. Zuvor wird man zum Denken über seinen eigenen Tod angeregt, da dieser bei jedem Menschen im schlimmsten Fall nur einen Herzschlag entfernt ist.

Fazit

Screenshot aus iTunes, welcher die Bewertung der einzelnen Songs zeigt.

Nur wenige Alben in meiner Sammlung haben eine solche durchgängig gute Wertung.

Wie eingangs bereits erwähnt könnte dieses Album mein persönliches Top-Album für dieses Jahr werden. Sieht man sich meine Bewertungen in iTunes an und vergleicht sie mit anderen Alben stellt man fest, dass es nur ganz wenige davon gibt. Insgesamt bekommt „Des Wahnsinns Fette Beute“ 4,5 Sterne von 5 möglichen.

Ich bin sehr gespannt darauf was Oomph! uns in Zukunft noch beschert und ob die Rückkehr zu mehr Abwechslung nur eine kurzweilige Erscheinung ist oder nicht. Ich hoffe ganz stark, dass dies nicht der Fall sein wird.

„Des Wahnsinns Fette Beute“ kann man übrigens auch ganz bequem bei Amazon bestellen. Dazu muss man nicht unbedingt in seinen Stamm-Elektronikmarkt fahren:

Ein Bündel von aufgeschnittenen Netzwerk-Kabeln, so dass man die einzelnen Kupferdrähte erkennen kann.

dlvr.it

Letzte Woche wurde ich durch den Hans, einen ehemaligen Mitschüler in der Berufsschule (nein, damit bin ich inzwischen fertig), auf einen sehr interessanten Service aufmerksam gemacht: dlvr.it.

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Entwickler im ersten Talk von Cal Evan auf der International PHP Conference 2009 in Karlsruhe.

IPC 2009 – Eine Zusammenfassung

Wir schreiben den 16. November 2009. An sich genommen kein besonderes Datum. Doch einige unter uns Menschen, die sogenannten Geeks, Nerds und Konsorten freuen sich auf ein großes Event, welches in Karlsruhe stattfindet: Die International PHP Conference 2009.

Auch ich gehöre zu dieser auserlesenen Personengruppe und bin bereits seit Sonntag in Karlsruhe, um gleich morgens mit der Begrüßungssession durchstarten zu können.

Neben der IPC läuft parallel noch eine weitere Konferenz, die damit ihre Premiere feiert. Die webtech Conference hat sich aus der webinale heraus entwickelt und soll mehr auf die tatsächlich verwendeten Technologien im World Wide Web eingehen und kein Querbeet-Programm bieten, sondern sich gezielt an Webentwickler richten.

Beide Konferenzen bieten viele interessante Sessions zu allen möglichen relevanten Themen, die man sich im jeweiligen Umfeld nur denken kann. Somit gibt es insgesamt an die 150 Sessions (ich habe nicht nachgezählt). Für Besucher, die einen Super-Konferenz-Pass habe, so wie mich, gibt es sogar als Schmankerl kostenlos ein Netbook oder besser gesagt ein Intellibook.

Doch nun zur Zusammenfassung, bevor ich mich hier noch in irgendwelchen langwierigen Erklärungen verstricke

Sonntag, 15. November 2009

Nach einiger Verspätung bin ich in Karlsruhe angekommen und nachdem ich im Hotel eingecheckt habe, habe ich mich direkt auf den Weg ins Konferenzzentrum gemacht, um noch etwas von der Unconference, für die ich angemeldet war, mitzubekommen.

Doch das war eine herbe Enttäuschung, da mir die Dame am Empfang mitgeteilt hat, dass sich die Unonference aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl zerschlagen hat. Wie ich am nächsten Tag erfahren habe waren ganze sieben Leute anwesend. Nichtsdestotrotz wurde mir angeboten die laufenden Workshops zu besuchen. Da ich jedoch schon recht spät dran war und die Workshops nur noch ca. 45 Minuten dauerten bin ich stattdessen ins Kino gegangen.

Montag, 16. November 2009

Um nichts zu verpassen war ich schon gegen neun Uhr im Konferenzzentrum, was sich als gut herausgestellt hat, da ich so auch die „Begrüßungssession“ anschauen konnte, die auf das Programm der nächsten drei Tage vorbereitet hat.

Anschließend hieß es dann mein Hirn auf Englisch zu stellen und die erste Session zu besuchen. Welche Sessions ich genau besucht habe folgt in den nächsten Artikeln. Wer mir auf Twitter folgt hat sowieso einen großen Teil davon schon erfahren.

Insgesamt gibt es zu sagen, dass die Sessions am Montag sehr ausgewogen und interessant waren. Ich bereue keine einzige davon. Sehr überrascht war ich vom guten Essen des Caterings, auch wenn das „Essensband“ um mein Handgelenk etwas sehr eng befestigt wurde.

Am Montag fand auch noch die Open Source Expo statt, wo sich Open Source-Projekte vorstellen und neue Nutzer sammeln können. Die meisten Systeme kannte ich auch schon zuvor, doch auch einige neue waren dabei, von denen ich noch nie zuvor gehört habe.

Abends bin ich nahezu direkt nach der letzten Session zurück ins Hotel und habe mich vom Tag erholt und angefangen mein neues technisches Spielzeug einzurichten.

Dienstag, 17. November 2009

Am Dienstag ging es schon um neun Uhr los und ich habe es auch geschafft, trotz starker Müdigkeit und des Unwillens mich aus dem warmen Bett zu begeben, pünktlich zu sein.

Auch an diesem Tag waren viele interessante Sessions zu besuchen, das Essen war auch wieder gut und abends gab es dann, nach einer doch etwas unnützen Session, noch eine Party, eine Fun-Keynote und Casino. Quasi das gleiche Programm wie letztes Jahr schon zur webinale. Diese Gelegenheit habe ich natürlich genutzt und mich über einen Twitterbekannten (@tweetmaex) noch mit zwei anderen Leuten bekannt gemacht.

Mittwoch, 18. November 2009

Auch am Mittwoch begannen die ersten Sessions schon um neun Uhr und wieder habe ich es geschafft pünktlich anzukommen. Die Sessions waren auch großteils interessant, aber irgendwie hat man sehr stark gemerkt, dass der letzte Tag der Konferenz ist, da auf eine bestimmte Art und Weise die Luft raus war.

Gefühlt gab es wesentlich mehr deutsche Sessions und sogar die Keynote war deutsch, was ich ziemlich unpassend finde auf einer internationalen Konferenz. Dazu kommt, dass sie nicht mal sehr spannend oder ansprechend war. Mehr dazu jedoch in einem anderen Artikel. Die letzte Session hab ich dann aufgrund mangelnder guter Themen sausen lassen und bin stattdessen mit meinen neuen Bekannten zu Starbucks und habe mir einen sehr leckeren Cappuccino genehmigt.

Fazit

Alles in allem betrachtet hat mir die Konferenz sehr gut gefallen und ich habe einiges dazu gelernt. Und bis auf ein paar kleine „Unstimmigkeiten“ gibt es auch nichts zu meckern.

Sehr faszinierend fand ich wie stark das Zend Framework gepusht und die VZ-Familie mies gemacht wurde. Zudem sollte jeder seinen Buildvorgang überdenken und auf Continuos Integration und automatische Builds umstellen, um die Qualität sicher zu stellen, die man haben will. Hierzu wurden auch einige Tools genannt, die ich mir bestimmt mal anschauen werde.

So, das ist ein hübsch langer Artikel geworden und deswegen höre ich jetzt auch auf bevor der Akku seinen Geist aufgibt und alles zunichte macht. Alles weitere darüber, welche Sessions ich besucht habe und was die Kernaussagen davon waren folgt in den nächsten drei Artikeln.

Standard-Wallpaper von Windows 7

Windows 7

Lange musstet ihr warten, doch nun ist es endlich soweit. Ich schreibe tatsächlich am, vor Ewigkeiten angekündigten, Artikel zu Windows 7, der meine gesammelten Erfahrungen mit diesem Betriebssystem schildern soll.

Download und Installation

Am 9. Januar diesen Jahres wurde die Betaversion zum Download freigegeben. Auch ich war an diesem Tag dabei und habe nahezu 24 Stunden auf einen erfolgreichen Download gewartet. Als sich dann endlich das Image auf meiner Platte befand dauerte es nicht lange bis es seinen Weg auf eine DVD fand und ich anfing das System auf eine neue Partition zu installieren. Schon zu diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dass Windows 7 ganz anders als Windows XP ist, da allein die Installation sehr schnell und bedienerfreundlich ablief.

Anschließend erfolgte der erste Start und man kann hier wirklich von einem Start sprechen, da der Desktop innerhalb kürzester Zeit zu sehen war und ich loslegen konnte. Zuerst wurde natürlich ein Antivirenprogramm installiert, welches ich bereits auf einer meiner Festplatten abgelegt hatte. Man will sich ja nicht ungeschützt ins Netz begeben. Dann fing ich an die neuen Features zu erkunden.

Was ist alles neu und was bleibt beim alten?

Screenshot der neuen Taskleiste von Windows 7

Die Taskleiste wirkt aufgeräumt und ist beliebig mit Programmen bestückbar, ähnlich der bisher verfügbaren Schnellstartleiste.

Das Erste, was direkt ins Auge sticht, ist natürlich der Style, der sich, soweit ich das beurteilen kann, nicht allzu sehr von Windows Vista unterscheidet. Auf der Suche nach einem startbaren Programm kommt man anfangs nicht um das Startmenü herum und das ist der Moment in dem man die komplett geänderte Taskleiste entdeckt. Sie ist höher als bei Vista, aber ihre wahren Fähigkeiten offenbart sie erst, wenn man ein Programm startet.

Der Programmstart selbst überrascht, da dieser rasend schnell vonstatten geht. Hier habe ich mich sehr wie bei einem frisch aufgesetztes Windows XP gefühlt. Doch bei diesem System geht die Performance mit ansteigender Betriebszeit allmählich vor die Säue und es dauert eine halbe Ewigkeit bis ein Programm einsatzbereit ist. Bei Windows 7 ist das nicht der Fall. Hier bleibt die Performance auch nach Monaten konstant.

Nun wieder zur Taskleiste. Sucht man seine heißgeliebte Schnellstartleiste sucht man diese vergeblich. Sie ist verschwunden, aber immer noch da, auf eine andere Art und Weise. Will man ein Programm in die „Schnellstartleiste“ bringen zieht man einfach die Verknüpfung auf die Taskleiste und schon steht das Programm immer und überall zur Verfügung. Auf dem Screenshot sieht man meine Schnellstartleiste mit den für mich wichtigsten drei Programmen. Startet man nun ein Programm wird um das Icon herum ein Rahmen gezeichnet. Startet man andere Programme gesellen sich diese rechts neben die immer vorhandenen Programmicons.

Ein weiteres sehr nützliches Feature der Taskleiste ist, dass man nun endlich die offenen Programme sortieren kann. Jeder kennt das doch. Man arbeitet wie wild und ein Programm stürzt ab, wenn nicht sogar der Explorer selbst und alle Fenster sind durcheinander gewürfelt. Mir geht es in der Arbeit dann immer so, dass ich alle Programme schließen muss um zum Gewohnten zurückzukommen, da ich mich ansonsten dauernd verklicke. In Windows 7 zieht man nun einfach das gewünschte Programm an die gewünschte Position und schon gehts weiter.

Screenshot der Fenstervorschau der neuen Taskleiste in Windows 7

Die einzelnen Tabs des Internet Explorer 8 lassen sich bequem in einer Vorschau anzeigen.

Gemeinsam mit der Betaversion und auch mit dem Release Candidate wird der Internet Explorer 8 ausgeliefert. Ich will jetzt allerdings nichts über den Sinn und Unsinn dieses Browsers erzählen. Das kann man auch an anderer Stelle tun. Ich will hier auf ein sehr schönes Feature hinweisen, welches im Zusammenspiel zwischen IE8 und Windows 7 sichtbar wird. Hat man im Browser mehrere Tabs geöffnet und fährt in der Taskleiste auf das Programmicon sieht man ebendiese Tabs als wären sie eigenständige Fenster (siehe Screenshot). Hier hoffe ich stark, dass auch andere Softwareschmieden sich diese Möglichkeit zunutze machen.

Taskleiste hier, Taskleiste da. Weg damit!

OK, ich habe wirklich viel über das Anhängsel am unteren Bildschirmrand geschrieben, doch ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich allein dafür Windows 7 kaufen würde, sobald es auf den Markt kommt. Doch nun zu anderen Features.

Wie zuvor bereits angedeutet ist die Performance dieses Betriebssystems beachtlich. Ganz subjektiv betrachtet kommt mir selbst der Release Candidate schneller als mein altes Windows XP vor, jedoch habe ich dieses leider nicht auf meinem neuen PC installieren können. Was aber ganz sicher anders ist, ist die Geschwindigkeit beim Booten. Ich habe jetzt nicht die Zeit dabei gestoppt, aber innerhalb kürzester Zeit kann man zu arbeiten anfangen. Sobald der Desktop angezeigt wird kann man auch schon Programme starten. Bei Windows XP und Vista wartet man erst mal noch eine Weile bis wirklich alles geladen ist.

Ein weitere sehr erfreulicher Punkt sind die Systemanforderungen. Diese sind im Gegensatz zu Vista enorm gesunken. Für Windows 7 benötigt man gerade einmal:

  • Prozessor: 1 GHz (32 und 64 Bit)
  • Arbeitsspeicher: 1 GB (32 Bit), 2 GB (64 Bit)
  • Speicherplatz: 16 GB (32 Bit), 20 GB (64 Bit)
  • Grafik: 128 MB Speicher und DirectX 9-Fähigkeit
  • DVD-Laufwerk

Im Grunde genommen ist das nicht viel mehr als man benötigt, um ein halbwegs flüssiges Windows XP zu bekommen. Wer mehr hat, hat es natürlich gut, da erst ab einer besseren Leistung auch bestimmte Features aktiviert werden, z.B. die Desktopeffekte von Aero. Hier versucht Microsoft wohl auch stark in den Markt der Netbooks drängen zu wollen, die momentan entweder mit Linux oder Windows XP ausgeliefert werden.

Screenshot der Bibliotheken-Verwaltung in Windows 7

Die Bibliotheken in Windows 7 sind äußerst praktisch, wenn man mehrere Ordner für gleiche Datetypen, z.B. Musik, nutzt.

Sehr praktisch sind die neu eingeführten virtuellen Ordner, Bibliotheken genannt (siehe Screenshot rechts). Das sind spezielle Ordner, in die man andere Ordner integrieren kann und somit beispielsweise eine verteilte Musiksammlung an einen Ort zusammenbringen kann. Physikalisch werden die Ordner nicht angerührt, sie werden im Explorer einfach zusammen ausgelesen.

Abgesehen davon hat Microsoft nochmal stark an der Sicherheit des System gearbeitet. Vor allem Nutzer von Windows Vista dürften sich darüber freuen nicht mehr alle fünf Minuten eine Warnung zu erhalten. Das Media Center wurde ebenfalls überarbeitet, Multi-Touch wird unterstützt und DirectX 11 wird veröffentlicht.

Fazit

Da ich Windows 7 als Produktivsystem verwende, hatte ich inzwischen mehr als genug Möglichkeiten mir eine Meinung zu diesem Betriebssystem zu bilden. Ich bin begeistert! Es ist schnell, schön, nicht überladen, hat nützliche Features und macht einfach Spaß. Auch wenn ich es ungern zugebe, aber hier hat Microsoft wirklich ganze Arbeit geleistet. Hut ab. Bis zur Veröffentlichung, die angeblich bereits im Oktober sein soll, dauert es zwar noch ein bisschen und bis dahin muss ich mich noch mit kleinen Minibugs herumschlagen, aber ich bestelle es mir, sobald es zum Verkauf steht.

Und wer es tatsächlich geschafft hat alles bis hier unten zu lesen hat doch bestimmt nichts dagegen noch einen kleinen Kommentar zu schreiben, oder?

Eine aufgeschraubte Festplatte, deren spiegelnde Flächen die Enden von Glasfasern reflektieren

Neuer PC

Wer mir bei Twitter folgt hat inzwischen wahrscheinlich gelesen, dass ich einen neuen PC habe, den ich mit diesem Artikel kurz vorstellen will.

Für mich standen anfangs drei verschiedene Alternativen zur Auswahl, von denen logischerweise nur eine gewinnen konnte:

  1. PC komplett selbst bauen
  2. Aufrüst-PC finden und alte Komponenten weiter verwenden
  3. Mac kaufen

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Wallpaper zum Film Sweeney Todd von Warner Bros.

Sweeney Todd

Gelegentlich leihe ich mir beim DVD-Verleih diverse Filme aus. Meist sind das Horrorfilme, Splatter oder Filme, die sich bei manchen Menschen tief ins Unterbewusstsein fressen.

So bin ich auch heute wieder einmal dorthin gefahren und habe nach zwei vielversprechenden Titeln Ausschau gehalten. Dabei fiel mein Augenmerk auf Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street. Kurz auf der Rückseite nachgelesen, um was es geht, dies für gut befunden und den Film mitgenommen.

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