Projekt: Rauchfrei

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Nach fast zehn Jahren, in denen ich mich dem blauen Dunst hingab, soll nun endgültig Schluss damit sein. Ich höre auf zu rauchen! Und um mich in diesem Vorhaben selbst zu bestärken, schreibe ich diesen Artikel. Damit ich ihn mir in schwierigen Zeiten der Abgewöhnung erneut durchlesen kann und mir in Erinnerung rufe, warum ich aufhören will.

Wie bereits am Anfang geschrieben rauche ich inzwischen fast 10 Jahre. Mit unschuldigen 13 Jahren wurde ich von einem Klassenkameraden dazu überredet, mit dem Rauchen anzufangen. Naiv wie ich damals war, habe ich mir noch am selben Tag meine erste Schachtel gekauft und heimlich nachmittags im Wald eine Zigarette gepafft. Eigentlich hätte es mir damals schon dämmern müssen, dass dies nicht gut sein kann, als mir nach dem ersten Zug schon unglaublich schlecht wurde. Doch um nicht als Loser dazustehen, die anderen rauchen ja auch alle, kämpft man tapfer gegen die Übelkeit und den Schwindel. Immerhin gehört man ja jetzt dazu, zu den Checkern in der Klasse.

Was folgte, waren die typischen Anzeichen eines Süchtigen. Permanente Ablehnung gegenüber der Tatsache, dass man süchtig ist. Steigender Konsum von Nikotin von anfangs zwei bis drei Zigaretten täglich bis hin zu einer Schachtel pro Tag. Mehrmalige Versuche die Sucht hinter sich zu lassen, die jedoch alle erfolglos blieben.

Doch jetzt soll sich dies alles ändern. Ich will aufhören.

  • Mir schmecken Zigaretten schon seit Jahren nicht mehr.
  • Mich nervt der Gestank, der sich an meinen Fingern und meiner Kleidung festsetzt.
  • Ich will nicht mehr, dass der Rauch von meinem Fenster in mein Zimmer weht, in dem ich schlafe und in dem sich meine Haustiere aufhalten.
  • Den Aschenbecher regelmäßig zu leeren ist auch nicht die schönste Beschäftigung. Schon allein deshalb, weil man dann sieht wie viel man in den letzten paar Tagen geraucht hat.
  • Mein Geld kann ich für sinnvollere Dinge ausgeben bzw. sparen. Immerhin will ich mir möglichst bald ein Auto leisten.
  • Meine degenerierten Geschmacksknospen sollen sich wieder erneuern. Ich weiß wie es ist, wenn man wieder mehr und besser schmecken und riechen kann.
  • Raucherpausen sind zwar manchmal praktisch, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Allerdings kosten sie immer wertvolle Zeit, nur um die Sucht zu befriedigen.
  • Sich mit militanten Nichtrauchern zu streiten gehört auch nicht zu den schönsten Dingen, die ich mir vorstellen kann.
  • Meine Lunge musste lang genug leiden. Ich will nicht immer schon bei der kleinsten Anstrengung schon tief atmen müssen.
  • Die Behauptung “Ich habe mein halbes Leben geraucht” soll mir nie über die Lippen rutschen müssen.

All diese Gründe fallen mir spontan ein und ich hoffe stark, dass sie mir in Zukunft helfen diesen Weg beizubehalten und nicht wieder auf den der Sucht abzubiegen.

Seit Freitag kann ich zumindest schon ziemlich stolz auf mich sein. Gestern war der erste Tag komplett ohne Zigaretten. Und ich fühle mich großartig. Samstag und Sonntag habe ich insgesamt nur drei Zigaretten geraucht. Freitag durfte ich nach zehn Uhr nicht mehr, da mir zwei Weisheitszähne gezogen wurden. Hoffentlich hält sich mein Verlangen weiterhin so stark in Grenzen und hoffentlich bleibt mein Geist stark genug, dem Verlangen nicht nachzugeben.


Foto: No Smoking von Steve Snodgrass


2 Kommentare

  1. Jan am 11. April 2011 um 16:04 Uhr

    Dann mal herzlichen Glückwunsch zum Erreichen des Rauchfreien Lebensabschnitts ;)

  2. Fred am 12. Januar 2012 um 16:18 Uhr

    Ich habe, zu Beginn des neuen Jahres, auch mal wieder einen Versuch um mit dem Rauchen aufzugeben gestartet. Wenn Ich in der richtigen Stimmung bin gelingt mir Dies eigentlich immer. Zumindest für einen gewissen Zeitraum. Mein Problem dabei ist dass, wenn Nicht-Rauchen einmal normal geworden ist, meine Motivation um nicht mehr zu rauchen auch langsam verschwindet und Ich früher oder später wieder damit anfange.


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