Frontansicht meines schwarzen VW up!

VW up! Erfahrungen nach fünf Monaten

Merk´ dir das Nummernschild gut, mein Freund. Es könnte sein, dass ich dir bald schon auf der Autobahn begegne und dich auf der linken Spur bedränge. Denn dort wirkt das Lächeln meines inzwischen fünf Monaten alten VW up!  nicht mehr ganz so nett und zeigt nur noch an, dass du im Weg bist und mir Platz machen sollst.

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Ein Blinker oder Fahrtrichtungsanzeiger eines Autos

Der Blinker, das unbekannte Wesen

Es gibt selten Dinge, über die ich mich derart oft aufregen muss, wie über den Umgang anderer Autofahrer mit ihrem Blinker. Oder, um es korrekt auszudrücken, ihrem Fahrtrichtungsanzeiger. Oft genug habe ich den Eindruck als hätten sie Angst davor einen Spalt in Raum und Zeit zu reißen wenn sie den kleinen Blinker-Hebel hinter ihrem Lenkrad verwenden.

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Das Logo von Uberspace, vor einer Karikatur eines Asteroiden, um den eine Rakete kreist

Uberspace: Hosting on Asteroids

Anfang letzten Jahres bin ich durch Zufall auf Uberspace aufmerkam geworden. Einem Webhoster, der auf den ersten Blick zu gut erscheint, als dass er wirklich existieren könnte. Immerhin erfüllt Uberspace alle Gelüste eines Nerds wie mir, die ich mir bei einem Server auch nur halbwegs vorstellen kann und das zu einem Preis, den man selbst bestimmt.

Wie man sich also vorstellen kann war ich anfangs mehr als nur skeptisch wie und ob das Geschäftsmodell funktionieren kann. Und ob dann der Support nicht zu kurz kommt. Und ob die Server auch stabil sind? Und dauerhaft online? Und ob alles so funktioniert wie ich mir das vorstelle? Und überhaupt?

Ist Uberspace wirklich so gut?

Nachdem ich bereits mehrere Projekte auf den Servern von Uberspace laufen lasse und dementsprechend Erfahrungen mit dem Hoster sammeln konnte, kann ich das nur bejahen. Die Server sind ungewöhnlich stark für ein Shared-Hosting und man erhält 10 GB Speicher und 100 GB Traffic. Bei Bedarf und mit vorheriger Absprache auch mehr, ggf. gegen etwas höhere monatliche Gebühren. Was ebenfalls sehr sympathisch ist, ist die Tatsache, dass auf jeden Server nur so viele Kunden kommen wie der Server locker verkraften kann. Also nicht nach dem Motto „genau 500 Kunden pro Maschine“.

Man gelangt nur mit SSH oder SCP auf den Server, einen FTP-Zugang gibt es nicht. Auch keine sonstigen Administrations-Panels, abgesehen von phpMyAdmin. Allein diese Tatsache sorgt schon für eine gewisse Filterung der Kunden für Uberspace, da diejenigen ohne Unix-Kenntnisse direkt abgeschreckt werden. Auch Domains bietet Uberspace nur auf konkreten Wunsch hin an.

Eine Karikatur eines Servers auf einem Asteroiden

So stelle ich mir das vor. Perfekte Kühlung für die Server von Uberspace.

Was die Sicherheit angeht sind die Server auf dem neuesten Stand. Man kann lediglich in seinem eigenen Userverzeichnis arbeiten und Services, die nicht userabhängig konfiguriert werden können, werden nicht installiert. Trotzdem hat man alle Macht der Bash zur Verfügung und kann sogar eigene Services installieren, die dann nur von diesem Accout genutzt werden können. Der Apache läuft mit suEXEC, so dass auch hier kein ungewollter Zugriff auf die Daten anderer User erfolgen kann.

Wie bereits erwähnt bestimmt man selbst den Preis für seinen Uberspace. Anfangs dachte nicht nur ich, dass dieses Geschäftsmodell zum Scheitern verurteilt ist, aber inzwischen erkenne ich die Vorteile darin. Will man seinen Account aufgeben muss man lediglich aufhören zu bezahlen und schon wird er automatisch deaktiviert. Da diejenigen, die einen Account auf Uberspace nutzen, meist schon lange genug Erfahrungen mit Webhostern sammeln konnten, können diese auch gut abschätzen, welche monatlichen Kosten ein Projekt verursacht und stellen dementsprechend die Kostenschraube nach oben.

Der Support von Uberspace ist einmalig. Innerhalb weniger Minuten war mir bisher meist geholfen und das äußerst kompetent. Sehr schön ist, dass der Support auch über Twitter läuft. Hier sind die Reaktionszeiten nochmal besser. Um ganz ehrlich zu sein hatte ich bisher noch keinen Hoster, der so gezielt auf meine Fragen geantwortet hat und dabei noch freundlich war. Das „Du“ ist hier sehr angenehm. Dadurch fühlt man sich nicht wie ein weiteres Schaf in der großen Herde. Sehr umfangreich ist auch das Dokuwiki, welches die meisten Fragen schon im Vorfeld beantwortet.

Fazit

Uberspace ist der beste Webhoster, der mir bisher über den Weg gelaufen ist. Hier stimmt einfach alles. Die Leistung, der Support und natürlich der Preis. Wer also auf der Suche nach einem Wohnort für seine Projekte sucht, dem sei Uberspace ans Herz gelegt.

Bandfoto von DefRage

DefRage: „Jackal“

Als ich mich heute vom Usertreffen der fotocommunity beim Ritter-Fest in Kufstein auf den Weg nach Hause gemacht habe, blieb ich kurz bei einer Tankstelle stehen um mir etwas zu trinken zu kaufen. Beim Betreten dieser fielen mir zwei sehr attraktive Mädels auf und ich wurde das Gefühl nicht los, dass diese über mich zu tuscheln anfingen. Als ich die Tankstelle dann verließ folgte mir eine der beiden. Mit „Excuse me, do you speak English?“ sprach sie mich an und weiter ging es mit „Telling from your looks I guess you´re listening to Metal?“. Nach einem kurzen Gespräch mit ihr stieg ich mit dem neuen Album „Jackal“ der estnischen Newcomer-Band DefRage zurück ins Auto.

Dank meiner Neugier auf neue Bands und dem Versprechen über „Jackal“ zu bloggen konnte ich die CD etwas günstiger erstehen. Daheim angekommen fand die CD sehr schnell den Weg in mein Laufwerk, meine Musiksammlung und mein Gehör. Nachdem ich das Album jetzt bereits zwei, drei Mal gehört habe kann ich sagen, dass die Jungs von DefRage eine wirklich gute Figur machen und ein tolles Album abgeliefert haben. In meine persönliche Liste der besten Alben werden sie es zwar nicht schaffen, aber zumindest in die Liste der besseren Alben.

Was macht „Jackal“ von DefRage zu einem guten Album?

Cover das Albums "Jackal" von DefRage

Das Cover des Albums „Jackal“ der estnischen Newcomer-Band DefRage

Sehr vieles. Die musikalische Umsetzung der Songs ist sehr gut. Die Spanne reicht dabei von langsameren Songs bis hin zu Nackenbrechern. Die Stimme des Lead-Sängers ist ausdrucksstark und vor allem stimmsicher was verschiedene Tonlagen angeht. Das Screaming des zweiten Sängers ist professionell, aber teilweise etwas stark bearbeitet. Die Melodien machen Spaß und sind leicht zu merken. Die Arbeit der Gitarristen ist sicher und reicht von starken Soli bis hin zu schnellen harten Riffs. Das Schlagzeug trägt deutlich zur Stimmung der einzelnen Songs bei, könnte aber teilweise etwas stärker ausgearbeitet sein.

Von Elektronik merkt man bei diesem Album nicht sehr viel, was es von den letzten neuen Alben in meiner Sammlung deutlich unterscheidet. Hier scheinen tatsächlich alle Töne von richtigen Instrumenten zu stammen und wenn mal ein Sampler eingespielt wird ist dieser gut eingearbeitet und stört nicht. Als weitere Stilelemente sind noch diverse Einlagen von Trommeln, Trompeten, Akustik-Gitarren und Streichern vorhanden.

Die Produktion des Albums ist professionell. Alles ist sauber aufeinander abgestimmt und nichts wirkt deplatziert oder zu laut bzw. leise. Hier kann man über „Jackal“ auf keinen Fall meckern. Sofern ich nicht an plötzlichem Hörsturz litt bei meinem Gespräch mit der nett anzusehenden Promoterin hat DefRage an einem Band-Contest teilgenommen mit über 250 anderen Bands und diesen gewonnen. Ich vermute, dass hier ein Deal mit einem Agenten zustande gekommen ist, der das ermöglicht hat.

Und weil ich erst jetzt merke, dass ich noch gar nicht geschrieben habe welchen Stil DefRage verfolgt will ich das nun noch tun. Nach der Beschreibung auf Facebook zu urteilen spielt die Band einen Mix aus Post-Grunge und Alternative mit einem starken Fokus auf Melodie. Das kann ich voll und ganz bestätigen.

Fazit

Wie bereits eingangs erwähnt hat DefRage mit „Jackal“ ein solides Album abgeliefert, welches Spaß macht gehört zu werden. Ich werde die Band definitiv weiterverfolgen und hoffe, dass sie auf ihrer derzeitigen Tour durch unsere Gefilde noch viele Fans finden werden. Die 17 Songs des Album erhalten von mir 3,6 von 5 Sternen. Leider hat DefRage noch keine Website, aber auf dem YouTube-Channel kann man immer auf dem Laufenden bleiben.

Schalttafel einer verlassenen Kurklinik, mit der die wichtigsten Bereiche gesteuert werden konnten.

Urban Exploration: Die Schönheit des Verfalls

Seitdem ich mir meine Spiegelreflexkamera gekauft und damit angefangen habe mehr als nur manchmal durch die Gegend zu fahren und nach schönen Motiven Ausschau zu halten, konnte ich mich noch nicht dazu entscheiden welche Art der Fotografie ich dauerhaft verfolgen will. Das weiß ich zwar immer noch nicht, aber was ich weiß ist, dass mich Urban Exploration so fasziniert wie selten etwas.

Was ist Urban Exploration?

Urban Exploration, auch Urban Exploring oder Urbex genannt ist zumeist die fotografische Erforschung von sogenannten Lost Places. Orten also, die verlassen sind und derzeit keine aktive Nutzung mehr erfahren. Die Spanne dieser Objekte reicht von verlassenen Gebäuden, wie Industrieanlagen, Krankenhäusern und Schulen bis hin zu Katakomben und der Kanalisation. Aber auch aktiv genutzte Versorgungsanlagen oder verlassene Militär-Standorte sind beliebte Ziele. Mehr dazu gibt es bei rottenplaces.

Urban Explorer besuchen diese Orte und halten den Verfall fotografisch fest. Dabei gibt es einen ganz klaren Grundsatz, der diese von Vandalen und Kupferjägern unterscheidet: „Take only pictures, leave only footprints.“

Worin liegt der Reiz bei Urban Exploration?

Für mich persönlich liegt der Reiz zum einen darin aus der allzu aufgeräumten Welt des Alltags zu entfliehen und in die unaufgeräumte Welt eines Lost Places einzutauchen. Zum anderen ist es faszinierend wie schön Orte sein können, die von der Natur nach mehrjähriger Abwesenheit von Menschen zurückerobert werden. Spannend ist auch die Suche nach „Relikten“ von Menschen, die vor langer Zeit in und um das Objekt herum anwesend waren.

Verfallene Objekte sind unglaublich vielfältig. Meistens findet man viele leere Räume, in denen die Farbe von den Wänden platzt. Aber dann entdeckt man doch immer wieder ein paar Highlights, z.B. noch fast komplett möblierte Zimmer, einen Pin-Up-Kalender von 1995, fast nagelneue Geräte, alte Zeitungen, komplexe Maschinerie, unerwartete Warnschilder und noch vieles mehr. All dies macht Urban Exploration zu einer spannenden Jagd nach kleinen Geschichten aus alten Zeiten.

Ein Warnschild, welches vor Radioaktivität warnt

Urban Exploration ist immer wieder für Überraschungen gut. Dieses Radioaktivitäts-Warnschild entdeckte ich in einem Zementwerk.

Was man jedoch nicht vergessen darf ist, dass die Erkundung mancher Objekte durchaus gefährlich sein kann. Besonders dann wenn diese stark marode oder verwüstet sind. Gutes Schuhwerk, eine Taschenlampe und ggf. eine Atemschutzmaske sind Pflicht. Das Handy muss natürlich auch mit, so dass man im Notfall gefunden werden kann. Im Besten Fall ist auch noch eine zweite Person dabei, die einem im Ernstfall selbst helfen oder Hilfe rufen kann. Beachten muss man auch, dass alle Objekte einen Besitzer haben und diese die Neugier eines Urbexers nur in den seltensten Fällen verstehen können. Im allerschlimmsten Fall erhält man eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch!

Was die Foto-Ausrüstung an sich betrifft ist es nie verkehrt ein Stativ dabei zu haben und ein lichtstarkes Objektiv, vor allem dann wenn die Objekte Keller haben, die natürlich nicht mehr beleuchtet werden und somit dementsprechend dunkel sind. Ein entfesselter Blitz ist wahrscheinlich auch nicht verkehrt, habe ich aber selbst bisher nie benötigt.

Wie findet man Objekte für Urban Exploration?

Hierzu ist zu sagen, dass die meisten Urbexer nur äußerst ungern preisgeben welche Objekte sie besucht haben. Vor allem dann wenn diese noch nicht lange leerstehen. Man will Vandalen schließlich nicht dazu einladen den fotografischen Reiz eines Objektes durch zahlreiche Zerstörungen zu mindern.

Mir hilft meist die ausführliche Recherche im Netz, Google Maps, Tipps von Bekannten oder die Suche in Geocaching-Foren. Heute z.B. fand ich eine verlassene Kurklinik ganz in der Nähe eines neulich von mir besuchten leerstehenden Hotels. Bis ich jedoch endlich Koordinaten in der Hand hatte vergingen mehrere Stunden. Natürlich gibt es auch überregional bekannte Objekte, aber für die Insider-Tipps muss man einiges an Zeit investieren um diese lokalisieren zu können.

Alles in allem ist Urban Exploration ein sehr vielschichtiges Thema, welches mir unglaublich viel Spaß bereitet. In meinem bevorstehenden Urlaub fahre ich sogar extra in Städte, die zu diesem Thema einiges zu bieten haben, da es hier in Oberbayern äußerst selten vorkommt, dass Gebäude verlassen zurückbleiben.

Weitere Websites zum Thema Urban Exploration:

Logo der fotocommunity

fotocommunity: Tolle Community für Fotografen

Der zweite Schritt des großen Relaunches ist vollbracht, denn vorgestern habe ich es endlich geschafft meine bisher auf der fotocommunity veröffentlichten Fotos hier ebenfalls hochzuladen und für euch bereitzustellen. Einen Überblick über meine Werke als Fotograf erhaltet ihr auf der Seite „Fotografie„. Warum ich das getan habe? Weil ich mich logischerweise auch auf meinem Blog als Fotograf präsentieren und zeigen will was ich kann.

Diese Ankündigung ist aber gar nicht der wirkliche Grund warum ich diesen Artikel schreibe. Hier will ich die fotocommunity vorstellen und erklären warum ich dort angemeldet bin und das eine gute Entscheidung war nachdem ich damit angefangen habe halbwegs professionell zu fotografieren.

Warum die fotocommunity und nicht etwa Flickr?

Bei Flickr bin ich bereits seit Jahren angemeldet und habe in dieser Zeit gemerkt, dass diese Community für mich zu unpersönlich ist. Klar, dort habe ich nicht dutzende von Freunden und Fans, aber selbst wenn ich sie hätte wäre ich vor knapp einem Jahr auf der Suche nach einem etwas professionelleren Rahmen gewesen, in dem ich meine Fotos präsentieren kann.

Flickr hat für mich ganz klar den Stempel „Casual“, da dort auch jede Menge fotografisch uninteressante Bilder hochgeladen werden. Nichtsdestotrotz nutze ich oft genug die Bildersuche wenn ich neue Artikel schreibe und selbst keine passenden Bilder habe.

Also habe ich mich auf die Suche begeben und bin ziemlich schnell auf die fotocommunity gestoßen. Bereits mein erster Eindruck war gut. Das alte Design war zwar nur bedingt schön anzusehen, aber äußerst zweckdienlich. Was mir aber gleich gefallen hat war der sehr freundliche Ton in Kommentaren und die doch noch recht häufigen nützlichen Kritiken an den ausgestellten Bildern. Und weil man nicht gewinnt, wenn man nichts wagt habe ich mich dort kurzerhand angemeldet und meine ersten Bilder hochgeladen.

Was bringt mir die fotocommunity als Fotograf?

Screenshot der Startseite der fotocommunity

Die Startseite zeigt derzeit interessante Fotos der fotocommunity, die letzten Artikel des Blogs und bietet einen direkten Einstieg in die weiteren Seiten.

Bereits nach den ersten paar Stunden war für mich klar, dass ich mich hier wohl fühlen werde. Und so habe ich damit angefangen meine ersten Fotos hochzuladen. Diese habe zwar bis jetzt leider keine Kommentare, aber das kann auch an den Bildern selbst liegen.

Inzwischen erhalte ich jedoch manchmal wirklich gute Kommentare zu meinen Bildern und nicht nur das übliche „Tolles Foto!“ oder „Gefällt mir!“. Diese Kommentare machen die fotocommunity für mich zu dem was sie ist und mich auch weiterbringt. Oft genug erhält man Tipps zu dem was man besser machen könnte oder unbedingt sollte und dadurch lernt man natürlich auch dazu und die eigenen Ansprüche können immer besser erfüllt werden.

Wirklich klasse finde ich die Usertreffen, die regelmäßig auch in meiner näheren Umgebung stattfinden. So war ich letztes Jahr bei „Wasserburg leuchtet“ und habe dort einige interessante Leute kennengelernt und einiges an neuem Wissen erhalten. Auch jetzt noch erhalte ich desöfteren hilfreiche Tipps zu meinen Fotos.

Da das Wetter dieses Wochenende auch schön sein wird, werde ich am Sonntag direkt beim nächsten Usertreffen der fotocommunity teilnehmen. Dieses Mal in Kufstein in Verbindung mit dem Ritter-Fest, welches nahezu automatisch schon für spannende Momente sorgen wird, in denen hoffentlich auch ein paar gute Bilder entstehen.

Cover des neuen Albums von Oomph: "Des Wahnsinns Fette Beute"

Oomph!: „Des Wahnsinns Fette Beute“

Was macht der Benni an einem Samstag, wenn er nichts besseres zu tun hat? Richtig, ich gehe shoppen. Und letzten Samstag habe ich dabei ein richtiges Schmankerl in der CD-Abteilung meines Stamm-Elektronikmarktes gefunden. Die Rede ist vom brandneuen Album „Des Wahnsinns Fette Beute“ von Oomph!.

Vor ein paar Wochen bereits wurde ich auf das inzwischen elfte Studio-Album der Begründer der Neuen Deutschen Härte aus Wolfsburg aufmerksam, nachdem ich monatelang die Website auf der Suche nach Neuigkeiten durchforstet habe. Spätestens beim ersten Hören des Songs „Zwei Schritte Vor“ war ich Wahnsinniger davon überzeugt hier richtig fette Beute zu machen. Und meine Vermutung hat sich bestätigt. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass dieses Album mein persönliches Album des Jahres werden könnte.

Mit „Des Wahnsinns Fette Beute“ haben es die Jungs von Oomph! endlich wieder geschafft eine neue musikalische Richtung einzuschlagen. Darauf habe ich bereits seit Jahren gewartet. Die letzten drei Alben „Wahrheit oder Pflicht“, „GlaubeLiebeTod“ und „Monster“ waren zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht das was Oomph! ausmacht, nämlich eine unglaubliche Wandelbarkeit und ein einzigartiger Sound auf jedem Album. Meiner Meinung waren die Jungs schlichtweg geblendet vom Erfolg des Songs „Augen auf!“ und versuchten daran anzuknüpfen ohne sich musikalisch weiterzuentwickeln. Von daher war ich also sehr gespannt darauf was da aus meinen Lautsprechern schallen wird. Also ab ins Auto, die CD eingelegt und losgehört. Bereits beim ersten Song war ich hellauf begeistert und bin sogar Umwege gefahren, nur dass ich das Album zu Ende hören konnte bevor ich daheim ankam.

Die Songs auf „Des Wahnsinns Fette Beute“

Um einen besseren Einblick ins Album zu gewähren will ich hier nun versuchen jeden einzelnen der 16 Tracks höchstprofessionell zu beschreiben.

1. Unzerstörbar

Der Opener des Albums legt sich mächtig ins Zeug um den Hörer von ihm zu überzeugen. Und das gelingt auch. Dero gröhlt aus voller Kehle mit seiner rauen Stimme und auch musikalisch unterscheiden sich merkbar von den Vorgänger-Alben. Tempomäßig ist der Track ein etwas schnellerer Song mit grundsoliden Gitarren-Riffs und einer sehr eingängigen Melodie. Mich würde es nicht wundern wenn dieser Song bald als Single veröffentlich wird.

2. Zwei Schritte Vor

Wer das Video gesehen hat weiß, dass die Jungs Spaß daran hatten es zu produzieren. Der Song macht richtig gute Laune, hat einen eingängigen Rhythmus und einen leicht merkbaren Text. Der Song hat ganz klar etwas von Wahnsinn, aber seht selbst:

3. Such Mich Find Mich

Der Song beginnt mit einem starken Beat, der sich auch die ganze Länge hindurch zieht. Gesanglich stimmt Dero voll darauf ein und „stottert“ manche Teile fast. Den Hauptteil der Melodie machen hier die Synthies aus. Auch hier hat der Refrain großes Mitsing-Potenzial. Auch der ruhige Teil im letzten Drittel passt super dorthin, hält aber nicht sehr lange an, bevor der Song in seinem Höhepunkt endet.

4. Bis Der Spiegel Zerbricht

Es gab bisher nur wenige Songs, die mir beim ersten Hören bereits einen kalten Schauer den Rücken hinablaufen lassen haben. Dieser gehört dazu. Das Tempo ist mittelmäßig, aber die Melodie und der Rhythmus, der den Song hauptsächlich trägt, sind ganz großes Kino. Auch der Gesang ist erste Sahne und verführt einen dazu die Augen zu schließen und im Takt mitzuwippen.

5. Die Geister Die Ich Rief

Dieses Lied erscheint mir wie eine Retroperspektive auf die letzten Alben vor „Des Wahnsinns Fette Beute“, die wie bereits erwähnt, nur bedingt gut waren. Er erzählt von der Gier immer mehr Erfolg zu haben, egal zu welchem Preis, und dem Kampf gegen sie. Hier haben die Gitarren die Oberhand und tragen die simple Melodie mit der tiefen Botschaft.

6. Bonobo

Als ich dieses Lied das erste Mal hörte musste ich an meinen alten Biologie- und Chemie-Lehrer denken, der Bonobos abgöttisch verehrt. Auch hier trägt der starke Beat den Song, im Refrain wirkt er sogar nahezu episch. Ein ganz neues Element ist das Scratching, welches ich bei Oomph! zuvor noch nie gehört habe.

7. Deine Eltern

Eine Hommage an jedermanns Eltern, die einen davor gewarnt haben zu masturbieren. Immerhin haben sie genug Zeit aufgewendet einen davon abzuhalten. Der Rücken geht kaputt durch die Haltung und blind wird man sowieso. Die beste Stelle des Songs ist ganz klar diese:

Danke, dass ihr immer für mich da wart
Danke, dass ihr mich mich versteht
Jetzt sitz´ich hier mit ´nem steifen Rückgrat
Grinsend im Dunkel, das nie mehr vergeht

8. Kleinstadtboy

Es gibt bestimmt mehr als genug schwule Männer, die sich nicht trauen sich zu outen und einen auf „Harter Macker“ machen. Dieser Song ist genau diesen gewidmet, da sie sich selbst verneinen und vorgeben etwas zu sein, was sie nicht sind. Auch hier ist der Beat sehr prominent und der Song wirkt sehr modern. Das Tempo ist etwas höher als im Durchschnitt des Albums.

9. Regen

Der erste Track, der ganz ruhige Töne bietet. Nach langem Überlegen klingt er beinahe wie „Beautiful“ von Christina Aguilera. Zumindest ergaben sich in meiner Erinnerung davon einige Überschneidungen. Streicher tragen bedeutend zur Atmosphäre des Liedes bei, ebenso wie der sehr ruhige und sehr klare Gesang.

10. Kosmonaut

Als ich diesen Song zuerst hörte war mein Rücken kurz davor wieder einen kalten Schauer zu produzieren. Aber dabei blieb es dann. Nichtsdestotrotz ist er unglaublich anzuhören. Trotz des teilweise etwas höher wirkenden Tempos ist er sehr ruhig und schließt man die Augen kann man das Vakuum des Alls fast selbst spüren.

11. Komm Zurück

Wieder etwas schneller und mit einer klaren melodischen Linie, gestützt durch die Gitarren und das Schlagzeug. Der Sprechgesang ist ebenfalls etwas schneller und der Refrain macht sehr viel Spaß. Alles in allem ein sehr solider Song, der aber nur wenig außergewöhnliches bietet, im Gegensatz zu den restlichen Songs von „Des Wahnsinns Fette Beute“.

12. Aus Meiner Haut

Neben schwulen Männern gibt es auch genug Transvestiten, die zwischen den Geschlechtern stehen und sich nicht entscheiden können bzw. wollen. Dieser Song beschreibt das Leben eines solchen Menschen. Trotz der teils starken Riffs ist der Song eher in ruhigen Gefilden unterwegs.

13. Seemannsrose

Dieses Lied fällt eindeutig aus der Rolle, wenn man sich die restlichen Songs von „Des Wahnsinns Fette Beute“ anhört. Es fängt mit einer Ziehharmonika an und es wirkt insgesamt wie ein Seemannslied aus alten Zeiten inklusive Seemanns-Chor und Jahrmarkt-Glocken. Der Höhepunkt wird dann wieder von Gitarren unterstützt und jeder Menge „Jo-Hoh-Hoh“.

14. Unendlich

Ein sehr starker Track, der zu anfang nur aus einem einzigen langanhaltenden Ton besteht, der von einem langsamen und sehr stark verzerrtem Gitarren-Solo unterstützt wird bevor er in eine ruhige Melodie übergeht. Das Thema ist Selbstmord und der Song wirkt ebenso verzweifelt wie traurig.

15. Fütter Mich

Ein schneller Einstieg bringt einen direkt dazu den Nacken zu bemühen und mitzubangen. Der Refrain ist dem Tempo angepasst teils gestottert und die Melodie wird hier von einer Gitarre erzeugt und nur von den weiteren Elementen unterstützt.

16. Der Tod Ist Nur Ein Herzschlag Entfernt

Der letzte Track wirkt auch genauso. Am Ende bekommt man das typische Piepen eines EKGs zu hören, welches langsam in eine durchgehende Linie übergeht. Zuvor wird man zum Denken über seinen eigenen Tod angeregt, da dieser bei jedem Menschen im schlimmsten Fall nur einen Herzschlag entfernt ist.

Fazit

Screenshot aus iTunes, welcher die Bewertung der einzelnen Songs zeigt.

Nur wenige Alben in meiner Sammlung haben eine solche durchgängig gute Wertung.

Wie eingangs bereits erwähnt könnte dieses Album mein persönliches Top-Album für dieses Jahr werden. Sieht man sich meine Bewertungen in iTunes an und vergleicht sie mit anderen Alben stellt man fest, dass es nur ganz wenige davon gibt. Insgesamt bekommt „Des Wahnsinns Fette Beute“ 4,5 Sterne von 5 möglichen.

Ich bin sehr gespannt darauf was Oomph! uns in Zukunft noch beschert und ob die Rückkehr zu mehr Abwechslung nur eine kurzweilige Erscheinung ist oder nicht. Ich hoffe ganz stark, dass dies nicht der Fall sein wird.

„Des Wahnsinns Fette Beute“ kann man übrigens auch ganz bequem bei Amazon bestellen. Dazu muss man nicht unbedingt in seinen Stamm-Elektronikmarkt fahren:

Screenshot der Startseite des Blogs von Benjamin Hofmann

Großer Relaunch

Lang, lang ist´s her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Um ganz genau zu sein fast zehn Monate. Aber dieser Relaunch soll endlich dafür sorgen, dass ich wieder aktiver blogge. Dafür sorgt neben dem neuen Design auch jede Menge coole Technik im Hintergrund.

Warum der Relaunch?

Seit mehreren Monaten bin ich schon damit beschäftigt dieses Blog neu aufzusetzen, die Inhalte zu überarbeiten und dann in ganz neuer Form zu präsentieren. Warum? Weil mein altes WordPress-Theme zwar schön anzusehen, aber leider viel zu unflexibel war als dass Bloggen damit wirklich Spaß gemacht hätte. Das Design hatte ich damals komplett selbst gestaltet und für WordPress umgesetzt. Mit der Zeit haben sich in WordPress und im Web selbst so manche Dinge geändert, aber eben nicht in meinem Theme.

So war ich also die letzten Wochen und Monate damit beschäftigt ein neues Design zu kreieren, habe meinen Kopf zermartert und meine Hände wundgetippt nur um dann nach maximal zwei Tagen alles wieder über den Haufen zu werfen und die bis dato so tolle Idee zu verwerfen. Schlussendlich habe ich mich auf die Suche nach einem fertigen Theme für WordPress gemacht und wurde nach einigem Ausprobieren und Testen endlich auf Jigsaw von adaptivethemes aufmerksam, welches all das kann was ich mir vorstelle. Und wenn nicht ist ein Feature ja schnell implementiert.

Was ist alles anders?

Screenshot des alten Design von derbenni.de

Das alte Design war zwar etwas ganz anderes für ein Blog als das, was man sonst so sieht, aber leider zu unflexibel für meine Bedürfnisse und Wünsche.

Der Relaunch hat einfach alles anders gemacht. Das neue Theme ist komplett responsive, kann also sowohl auf einem Desktop, einem Tablet oder einem Smartphone bequem betrachtet werden, da es sich der Größe des Screens direkt anpasst. Es nutzt die „Featured Images“ von WordPress für die Thumbnails in Listen und das große Bild auf der Detailseite. Es kann wunderbar mit Videos umgehen. Es bietet mir auch die Möglichkeit ein oder sogar mehrere Portfolios anzulegen (kommt in den nächsten Tagen). Und es kann natürlich noch vieles mehr. Leider hat sich nach dem Kauf des Themes herausgestellt dass vor allem die Sidebar etwas vernachlässigt wurde im Design und noch ein paar andere kleine Dinge gefehlt haben, aber als PHP-Entwickler mit etwas Sinn für Design war hier glücklicherweise schnell Abhilfe geschaffen.

Kurz gesagt war ich die letzten beiden Wochen nahezu jeden Abend fleißig damit beschäftigt den Relaunch vorzubereiten. Im ersten Schritt habe ich WordPress also ganz frisch bei Uberspace installiert. Anschließend wurden die Inhalte von meinen beiden Blogs darin importiert, das neue Theme aktiviert und jeder Artikel gründlich überarbeitet. Einige sind dabei auch im Daten-Nirvana verschwunden.

Und jetzt, da sich alle DNS-Server aktualisiert haben und die neue IP der Website kennen, kann ich das „neue“ Blog endlich der Welt präsentieren.

Was erwartet meine Besucher?

Nachdem der Relaunch endlich über die Bühne gegangen ist, abgesehen von ein paar noch fehlenden Inhalten (und einer kleinen Optimierung hier und da), habe ich endlich wieder die Motivation mehr zu bloggen. Derzeit habe ich bereits drei Artikel im Kopf, die in nächster Zeit garantiert online gehen werden.

So, und jetzt wünsche ich mir noch ein wenig Feedback zum Relaunch. Was haltet ihr davon? Fehlt noch was ganz wichtiges? Oder seit ihr rundum zufriedengestellt?

Langzeitaufnahme in der Nacht eines der Brunnen am Schlossplatz in Stuttgart.

Stuttgart, ich komme!

Wenn du diesen Artikel liest bin ich entweder noch auf dem Weg, bereits in oder schon wieder raus aus Stuttgart. Das kommt ganz auf den Zeitpunkt an. Ist es Morgen bin ich schon oder noch auf dem Weg, einen kleinen Zwischenstopp in Augsburg eingeschlossen. Ist es Mittag oder Nachmittag bin ich höchstwahrscheinlich bereits in der Stadt und habe mein Hotelzimmer bezogen. Ist es später als Donnerstagmittag bin ich bereits wieder weg und auf dem Weg zum Bodense. Ist es Sonntag dann bin ich garantiert bereits wieder zuhause und entspanne an meinem letzten Urlaubstag.

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