Posts by Benjamin Hofmann

Ein altes, verwittertes Buch neben einem ebenso altertümlich wirkenden Eimer.

String Klasse: Version 1.1.0

Diese Version gammelt nun schon seit weit über einem Monat auf meinem PC herum, hat aber erst heute ihre Vollendung gefunden dank dem Kommentar von Phil. Er hat mich darauf gebracht zwei magische Methoden einzubauen, mit denen die Möglichkeiten der Klasse enorm gestiegen sind.

Neue Features

Da dieses Release neue Features beinhaltet und nicht nur Bugs und Optimierungen enthält verdient es auch den Sprung von Version 1.0.1 auf 1.1.0. Welche Features das genau sind werde ich jetzt versuchen zu erläutern.

String erweitern

Es gibt jetzt gleich vier neue Methoden einen String zu erweitern: add(), addMore(), insert(), insertMore().

Mit der add()-Methode ist es möglich einen anderen String oder auch ein String-Objekt an das bisher bestehende anzufügen oder voranzustellen. Man kann auch mit einem Parameter angeben, was zwischen den Strings stehen soll. Mit addMore() kann man im Grunde genommen genau das Gleiche machen, nur kann man hier ein Array aus Strings oder String-Objekten übergeben.

Mittels insert() kann man einen String oder auch hier wieder ein String-Objekt in das bisherige String-Objekt einfügen. Dabei gibt man über einen Parameter den Offset an. Hier macht insertMore() auch wieder das Gleiche, nur dass es die in einem Array übergebenen Strings nacheinander einfügt.

String kopieren

Es ist nun auch möglich ein String-Objekt zu kopieren mittels der Methode copy(). Zurückgegeben wird ein neues String-Objekt, welches den gleichen Inhalt hat, wie das, welches kopiert wurde.

Magische Methoden

Mit PHP 5 wurden magische Methoden in Objekten eingeführt. Wie eingangs erwähnt habe ich heute erste die beiden Methoden __call() und __toString() eingebaut.

Erstere ist dafür zuständig die Möglichkeiten dieser Klasse enorm zu erweitern, da man dadurch jede beliebige String-Funktion aufrufen kann und diese dann auf das Objekt angewendet wird. Beispiel:

// Gibt 'is is the new st' aus
$string = new String('This is the new string.');
$string->substr(2, 16)->show();

Wie man sieht ist diese Methode ein wirklich mächtiges Werkzeug und auch Simon sollte jetzt zufrieden gestellt sein

Die Methode __toString() sorgt dafür, dass das Objekt direkt ausgegeben werden kann. Normalerweise würde eine Warnung auftreten, doch jetzt wird schlicht und ergreifend der String zurückgegeben. Das kann dann so aussehen:

// Gibt 'This is the new string.' aus
$string = new String('This is the new string.');
echo $string;

Vererbbarkeit

Als letzte gravierende Änderung ist es nun möglich von der String-Klasse abzuleiten, um eigene Erweiterungen dafür zu schreiben. Man kann in den abgeleiteten Klassen jede Methode verwenden, die die String-Klasse selbst hat, da alles entweder von außen zugänglich, also public ist oder geschützt (protected).

Diese Möglichkeit habe ich mir auch direkt zunutze gemacht und eine Ableitung geschrieben: JavascriptString. Mit dieser Klasse ist es möglich viele String-Funktionen, die in Javascript zur Verfügung stehen auch in PHP zu nutzen.

Dokumentation

Dieser Artikel ist nicht allzu ausführlich und das soll er auch gar nicht sein. Ich muss nicht jede einzelne Zeile oder Methode ausführlich erklären, denn die Klasse selbst ist ausführlichst dokumentiert und mit Beispielen versehen. Wer jedoch einen schnellen Blick riskieren will findet hier eine ausführliche Dokumentation, die mit phpDocumentor erstellt wurde.

Subversion

Da ich inzwischen Subversion auch privat nutze war es nur logisch das Projekt auch damit zu versionieren. Den aktuellen Entwicklungsstand findet man ab sofort immer unter dieser URL: http://dbsvn.agitos.de/public/string/trunk/

Committen darf momentan nur ich, aber um den aktuellen Stand auschecken zu können gibt es den User anonymous mit dem gleich lautenden Passwort.

Download

Zu guter Letzt kommt schließlich noch der Download der aktuellen Version. Download.

Wer auch hier Subversion nutzen möchte kann dies über den von mir angelegten Tag erledigen:http://dbsvn.agitos.de/public/string/tags/1_1_0/

Lichter auf einer Wand über eine Station zum Be- und Entladen eines LKW.

Statusmails per Cronjob verschicken

Wer mein Blog schon etwas länger verfolgt oder sich mal durchgeklickt hat ist vielleicht darauf aufmerksam geworden, dass ich als Feedreader Tiny Tiiny RSS verwende. Bei diesem Feedreader hat man die Möglichkeit per Cronjob seine abonnierten Feeds aktualisieren zu lassen.

Der schlechte Ansatz

Anfangs dachte ich es wäre eine gute Idee die Ausgaben des auszuführenden Skriptes in einer Datei zu loggen. Nach einer Woche wurde mir jedoch klar, dass dies keine gute Idee war, da die Logdatei bereits zu diesem Zeitpunkt mehrere Megabyte groß geworden war. Zum schnellen Checken des Status also völlig unbrauchbar. Die logische Konsequenz daraus war, dass ich das Logging komplett entfernt habe, was im Nachhinein betrachtet auch keine allzu schlaue Lösung darstellt.

Die bessere Lösung

Vor ein paar Wochen kam mir dann die Idee die Ausgaben des Skriptes per Mail verschicken zu lassen. Ich fand nach einiger Recherche auch ein paar brauchbare Ansätze, die jedoch dadurch zunichte gemacht wurden, dass mir auf meinem Webspace die benötigten Erweiterungen nicht zur Verfügung stehen.

Heute bin ich dann schließlich doch auf eine Lösung gestoßen, die mein Problem behebt. Hier jetzt erst mal der Code, der im Shellskript steht, welches ich für die Ausführung verwende:

#!/bin/sh

cd /path/to/feedreader
php5 -f update_feeds.php > update_feeds.log
mailx -s "Feedreader Update Status" example@example.com < update_feeds.log
rm -f update_feeds.log

Was passiert jetzt in diesem Skript genau? Das ist im Grunde genommen so einfach wie genial.

Die erste Zeile zeichnet die Datei als Shellskript aus, damit Linux auch weiß, dass sie ausgeführt und nicht gelesen werden soll. Der Befehl cd dient dazu in ein anderes Verzeichnis zu springen. In diesem Fall der Ordner, in dem Tiny Tiny RSS installiert ist.

Als nächstes kommt der wichtige Teil dieses Skriptes, da mit dem Befehl php5 das Updateskript aufgerufen wird. php5 deswegen, da unter dem üblichen Befehl php auf meinem Webspace noch PHP 4 ausgeführt wird. Das war jedoch noch nicht alles, da mit dem Operator > die Ausgabe des Skriptes in einer Datei gespeichert wird. Verwendet man den Operator >> wird die Ausgabe an die bisherigen Inhalte der Datei angehängt, was bei mir, wie oben beschrieben, zu riesigen Dateien führen kann.

Soweit so gut, das ist bisher fast genau das, was ich anfangs auch genutzt habe. Doch jetzt kommt der entscheidende Unterschied. In der nächsten Zeile wird mit dem Befehl mailx eine eMail verschickt. Den Betreff kann man über den Parameter -s angeben. Anschließend folgt die Mailadresse, an die die Mail geschickt werden soll. Am Ende der Zeile wird durch den Operator < der Inhalt der zuvor geschriebenen Logdatei in den Body geschrieben. Das Ergebnis davon sieht man Sekunden danach in seiner Inbox. In der letzten Zeile lösche ich mit dem Befehl rm noch die Datei, damit kein unnötiger Speicherplatz verbraucht wird.

Alles in allem also keine große Magie, die dort betrieben wird. Man muss einfach nur die zur Verfügung stehenden Mittel seines Servers/Webspaces herausfinden und nutzen, was am besten passt.

Die abschließende Perfektion der Lösung

Bisher scheint die Lösung des Problems schon sehr gut zu sein, doch wenn der Cronjob alle fünf Minuten ausgeführt wird hat man bald ein extrem überfülltes Postfach. Deswegen zeige ich hier noch eine Möglichkeit auf diesen Umstand in Thunderbird zu beheben.

Fängt man an zu rechnen fällt sehr schnell auf, dass pro Tag 288 eMails im Postfach landen. Rechnet man weiter sind das 2016 eMails in der Woche und 105120 eMails im Jahr. Eindeutig zuviel um den Überblick zu behalten. Hier kommt dann allerdings ein sehr praktisches Feature von Thunderbird ins Spiel. Leitet man seine Statusmails über einen Filter in einen bestimmten Ordner, so kann man einfach in den Eigenschaften dieses Ordners einstellen, dass alle darin enthaltenen eMails, die älter als ein Tag sind gelöscht werden.

Dazu macht man einen Rechtsklick auf den Ordner und wählt „Eigenschaften“ aus. Im sich öffnenden Dialog wechselt man in den Reiter „Speicherplatz“. Dort befindet sich dann die gewünschte Einstellung. Es gibt natürlich auch noch andere Möglichkeiten, z.B. dass alle Nachrichten bis auf die letzten 30 oder alle gelesenen gelöscht werden. Das muss dann aber jeder für sich entscheiden.

Ein Notizbuch mit zwei vollgeschriebenen Seiten. Daneben eine Tasse Kaffee.

Sich selbst organisieren

Ich gebe es freiweg zu. Ich bin ein sehr chaotischer Mensch, der sein Leben einfach auf sich zu kommen lässt, nichts plant und vieles aufschiebt bis es fast zu spät ist. Um diesem Umstand etwas entgegenzuwirken schreibe ich diesen Artikel. Er soll mir dabei helfen Wege zu finden mein Durcheinander in geregelte Wege zu leiten.

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Eine Säule inmitten eine Stadt mit der Aufschrift Subversión. Dahinter sind Gleise erkennbar.

Subversion – Was ist´s, was bringt´s?

Mal ganz ehrlich. Viele Programmierer fangen nach einer Idee direkt und ohne Umschweife das Schreiben ihres Codes an. Dabei entsteht ein ganzer Wulst an Funktionen und Logiken. Manche davon sind besser, andere schlechter und so wird von der einen Stelle zur anderen kopiert, gelöscht und neu geschrieben. Stellt man jetzt jedoch irgendwann einmal fest, dass die letzten Schritte nicht dem entsprechen, was man sich vorstellt macht man diese rückgängig. Ist das nicht möglich hat man ein Problem und muss versuchen sich das Geschriebene wieder irgendwie zusammenzureimen.

Dieses eben beschriebene Szenario kenne ich aus meiner eigenen Erfahrung nur allzu gut und hätte ich zu diesen Zeitpunkten Subversion eingesetzt, hätte ich mir einiges an Stress und Verkomplizierungen sparen können.

Was ist Subversion?

Subversion ist eine Software zur Versionsverwaltung. Mit ihr ist es möglich jederzeit nachzuvollziehen wer wann was an einer Datei geändert hat. Wird der Log richtig gepflegt wird auch sofort klar, warum die Änderung erfolgt ist. Abgesehen davon kann man mit Subversion nach einer fehlerhaften Entwicklung auch ältere Versionsstände, sogenannte Revisionen, wiederherstellen. Und zu guter letzt kann man mit diesem Tool noch fertige Release-Stände auszeichnen.

Subversion unterstützt also Entwickler nicht nur dabei ihren eigenen Code unter Kontrolle zu halten, sondern ist vor allem für Teams aus mehreren Entwicklern gedacht. Man hat die Möglichkeit, dass sich mehrere Personen die aktuelle Revision eines Projektes oder einer Datei herunterladen (Checkout), daran arbeiten und sie anschließend wieder hochladen (Commit) und somit eine neue Revision erstellen. Dadurch ist es möglich, dass mehr als eine Person an einer Datei arbeitet. Beim Commit werden die verschiedenen Codestände wieder zusammengeführt (Merge), selbst dann wenn von der aktuellen Datei schon eine neue Version existiert. Probleme treten nur dann auf, wenn an der gleichen Stelle im Code etwas geändert wurde (Conflict). Hier müssen sich die betroffenen Entwickler zusammensetzen und einen gemeinsamen Nenner finden.

Was bringt Subversion?

Alles bis jetzt geschrieben ist ja ganz nett und hört sich gut an, aber wo bleibt jetzt der praktische Nutzen von alldem?

Im Grunde genommen kann ich nur wiederholen, was bereits geschrieben ist. Subversion unterstützt Entwickler in der Kontrolle und Entwicklung ihres Codes. Nicht mehr und nicht weniger. Subversion ist keine eierlegende Wollmilchsau. Es hilft nicht dabei besseren Code zu schreiben. Es tut einfach das, was es kann und das ist verschiedene Entwicklungsstände zu speichern und zugänglich zu machen.

Allerdings kann Subversion bei richtiger Verwendung ein extrem mächtiges Tool darstellen. Und das nicht nur bei der Entwicklung von Software, sondern auch bei der Verwaltung von Dokumenten, Bildern, Musik, Videos, usw. Hier nehme ich einfach mal die Wikipedia als Beispiel. Jeder dort eingestellte Artikel besitzt verschiedene Versionen, z.B. der Subversion-Artikel. Anhand dieser Versionen kann weltweit jeder Interessierte nachsehen wann welche Änderung gemacht wurde und warum. Baut jemand Mist wird einfach eine ältere Version wiederhergestellt und schon geht es weiter. Der Nutzen bei Wikipedia sollte jetzt wohl jedem klar geworden sein.

Durch die Tatsache, dass man mit Subversion nahezu alles verwalten kann und das an einer zentralen Stelle wird das Tool erst richtig nützlich. Hierzu ein praktisches Beispiel aus der Arbeit. Ein Projekt steht an, an dem eine Person entwickelt. Gegen Ende des Projektes wird die Zeit üblicherweise etwas knapp und ein zweiter Entwickler steigt ein. Diese zweite Person muss jetzt nicht lange darauf warten, dass er den Code vom Kollegen geschickt bekommt, sondern kann sofort anfangen, indem er sich das Projekt auscheckt. Durch den Log kann er sich auch schnell über den aktuellen Stand informieren und direkt loslegen. Natürlich müssen sich die beiden Entwickler absprechen wer was erledigt. Die persönliche Komponente kann und darf nicht verloren gehen für den Erfolg eines Projektes.

Das war jetzt nur ein Beispiel von vielen Tausend, die man finden könnte, aber ich denke hierdurch ist zumindest ein Nutzen dieses Tools klar geworden. Wer noch Fragen hat kann diese gerne in den Kommentaren stellen

Ein Schild neen einer Straße mit der Aufscrhift Cache County.

WP Super Cache

Das WP Super Cache-Plugin von Donncha O Caoimh basiert auf dem Plugin WP-Cache von Ricardo Galli Granada. Letzteres ist schon eine sehr ausgereifte Erweiterung für WordPress, welche die Ladezeiten eines Blogs enorm beschleunigen kann. Doch das war Donncha O Caoimh noch nicht genug, da er es noch weiter optimiert hat.

Was bringt mir Caching?

Im Normalfall werden, wenn eine Seite eines Blogs aufgerufen wird ein paar wenige bis zu dutzende Datenbankanfragen produziert. Schafft man es diese wegfallen zu lassen kann eine Website sehr viel schneller generiert und ausgeliefert werden. Das hat dann nicht nur den Effekt des Geschwindigkeitsvorteils, sondern entlastet auch den Server, da weniger oft auf die Datenbank zugegriffen werden muss.

Will man dann noch weiter optimieren kann man versuchen die von WordPress gerenderten Seiten statisch zu cachen, was eine Seite nochmals enorm beschleunigt, da im Bestfall nicht einmal mehr PHP zur Auslieferung benötigt wird. Und das ist genau der Punkt an dem das von mir installierte Plugin zum Zuge kommt.

Was macht das Plugin?

Das WP-Cache-Plugin Versucht alle Seiten eines Blogs statisch zu speichern, so dass die Datenbankabfragen und auch einiges an Code nicht ausgeführt werden müssen. Dazu prüft es nach einer sehr kurzen Zeit ob die angeforderte Seite bereits gecached wurde und liefert dann diese Version davon aus. Jedoch werden hier noch diverse Dinge von PHP erledigt, was zwar zu einer verbesserten Serverlast und Ladezeit führt, aber noch nicht das Maximum des Möglichen ausreizt.

Hier setzt schließlich das Plugin WP Super Cache ein und speichert die generierten Seiten komplett statisch in einem Ordner ab. Dabei bildet es die Permalink-Struktur des Blogs nach. Eine paar Zeilen zusätzlicher Code in der .htaccess-Datei sorgen dann dafür, dass für eine URL die statische Datei ausgeliefert wird. Somit hat der Server nahezu keine Last mehr, da selbst PHP nicht mehr benötigt wird. Und schon hat man ein sehr schnelles Blog.

Vorteile und Nachteile

Der Vorteil dieses Plugins liegt klar auf der Hand. Der Server wird enorm entlastet und der Besucher bekommt die Seite schneller zu sehen. Ich denke soviel ist inzwischen klar geworden.

Aber natürlich gibt es auch Nachteile. Dynamische Anzeigen, z.B. die letzten Kommentare in der Sidebar oder auch mein letzter Tweet im Header, werden statisch gespeichert. Dadurch kann es zu Verzögerungen in der Anzeige kommen, je nachdem wann die statische Datei das letzte mal generiert wurde. Abgesehen davon gibt es auch ein paar Plugins, die nicht kompatibel zu diesem sind, aber das ist eine Minderheit.

Fazit

Nach der Installation war ich zuerst noch etwas skeptisch, bin inzwischen aber von diesem Plugin überzeugt. Es verrichtet seine Arbeit gut und die Ladezeiten haben sich gewaltig verkürzen lassen. Um welchen Faktor genau kann ich momentan noch nicht sagen, da ich das erst nächste Woche erfahre, wenn ich meinen Statusreport zur Uptime erhalte. Alles in allem ist diese Erweiterung jedoch sehr empfehlenswert.

Mitglieder der Band All Ends.

All Ends: „All Ends“

In einer wohlbekannten Stadt in einem fernen Land, wo schätzungsweise jeder zweite Mensch Musiker ist, entstand im Jahre 2003 eine bemerkenswerte Band, die bisher jedoch viel zu wenig Aufmerksamkeit erlangen konnte. Die Rede ist natürlich von Göteborg in Schweden, der Geburtsstätte des Melodic Death Metal und die Band, die ich meine nennt sich All Ends.

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Standard-Wallpaper von Windows 7

Windows 7

Lange musstet ihr warten, doch nun ist es endlich soweit. Ich schreibe tatsächlich am, vor Ewigkeiten angekündigten, Artikel zu Windows 7, der meine gesammelten Erfahrungen mit diesem Betriebssystem schildern soll.

Download und Installation

Am 9. Januar diesen Jahres wurde die Betaversion zum Download freigegeben. Auch ich war an diesem Tag dabei und habe nahezu 24 Stunden auf einen erfolgreichen Download gewartet. Als sich dann endlich das Image auf meiner Platte befand dauerte es nicht lange bis es seinen Weg auf eine DVD fand und ich anfing das System auf eine neue Partition zu installieren. Schon zu diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dass Windows 7 ganz anders als Windows XP ist, da allein die Installation sehr schnell und bedienerfreundlich ablief.

Anschließend erfolgte der erste Start und man kann hier wirklich von einem Start sprechen, da der Desktop innerhalb kürzester Zeit zu sehen war und ich loslegen konnte. Zuerst wurde natürlich ein Antivirenprogramm installiert, welches ich bereits auf einer meiner Festplatten abgelegt hatte. Man will sich ja nicht ungeschützt ins Netz begeben. Dann fing ich an die neuen Features zu erkunden.

Was ist alles neu und was bleibt beim alten?

Screenshot der neuen Taskleiste von Windows 7

Die Taskleiste wirkt aufgeräumt und ist beliebig mit Programmen bestückbar, ähnlich der bisher verfügbaren Schnellstartleiste.

Das Erste, was direkt ins Auge sticht, ist natürlich der Style, der sich, soweit ich das beurteilen kann, nicht allzu sehr von Windows Vista unterscheidet. Auf der Suche nach einem startbaren Programm kommt man anfangs nicht um das Startmenü herum und das ist der Moment in dem man die komplett geänderte Taskleiste entdeckt. Sie ist höher als bei Vista, aber ihre wahren Fähigkeiten offenbart sie erst, wenn man ein Programm startet.

Der Programmstart selbst überrascht, da dieser rasend schnell vonstatten geht. Hier habe ich mich sehr wie bei einem frisch aufgesetztes Windows XP gefühlt. Doch bei diesem System geht die Performance mit ansteigender Betriebszeit allmählich vor die Säue und es dauert eine halbe Ewigkeit bis ein Programm einsatzbereit ist. Bei Windows 7 ist das nicht der Fall. Hier bleibt die Performance auch nach Monaten konstant.

Nun wieder zur Taskleiste. Sucht man seine heißgeliebte Schnellstartleiste sucht man diese vergeblich. Sie ist verschwunden, aber immer noch da, auf eine andere Art und Weise. Will man ein Programm in die „Schnellstartleiste“ bringen zieht man einfach die Verknüpfung auf die Taskleiste und schon steht das Programm immer und überall zur Verfügung. Auf dem Screenshot sieht man meine Schnellstartleiste mit den für mich wichtigsten drei Programmen. Startet man nun ein Programm wird um das Icon herum ein Rahmen gezeichnet. Startet man andere Programme gesellen sich diese rechts neben die immer vorhandenen Programmicons.

Ein weiteres sehr nützliches Feature der Taskleiste ist, dass man nun endlich die offenen Programme sortieren kann. Jeder kennt das doch. Man arbeitet wie wild und ein Programm stürzt ab, wenn nicht sogar der Explorer selbst und alle Fenster sind durcheinander gewürfelt. Mir geht es in der Arbeit dann immer so, dass ich alle Programme schließen muss um zum Gewohnten zurückzukommen, da ich mich ansonsten dauernd verklicke. In Windows 7 zieht man nun einfach das gewünschte Programm an die gewünschte Position und schon gehts weiter.

Screenshot der Fenstervorschau der neuen Taskleiste in Windows 7

Die einzelnen Tabs des Internet Explorer 8 lassen sich bequem in einer Vorschau anzeigen.

Gemeinsam mit der Betaversion und auch mit dem Release Candidate wird der Internet Explorer 8 ausgeliefert. Ich will jetzt allerdings nichts über den Sinn und Unsinn dieses Browsers erzählen. Das kann man auch an anderer Stelle tun. Ich will hier auf ein sehr schönes Feature hinweisen, welches im Zusammenspiel zwischen IE8 und Windows 7 sichtbar wird. Hat man im Browser mehrere Tabs geöffnet und fährt in der Taskleiste auf das Programmicon sieht man ebendiese Tabs als wären sie eigenständige Fenster (siehe Screenshot). Hier hoffe ich stark, dass auch andere Softwareschmieden sich diese Möglichkeit zunutze machen.

Taskleiste hier, Taskleiste da. Weg damit!

OK, ich habe wirklich viel über das Anhängsel am unteren Bildschirmrand geschrieben, doch ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich allein dafür Windows 7 kaufen würde, sobald es auf den Markt kommt. Doch nun zu anderen Features.

Wie zuvor bereits angedeutet ist die Performance dieses Betriebssystems beachtlich. Ganz subjektiv betrachtet kommt mir selbst der Release Candidate schneller als mein altes Windows XP vor, jedoch habe ich dieses leider nicht auf meinem neuen PC installieren können. Was aber ganz sicher anders ist, ist die Geschwindigkeit beim Booten. Ich habe jetzt nicht die Zeit dabei gestoppt, aber innerhalb kürzester Zeit kann man zu arbeiten anfangen. Sobald der Desktop angezeigt wird kann man auch schon Programme starten. Bei Windows XP und Vista wartet man erst mal noch eine Weile bis wirklich alles geladen ist.

Ein weitere sehr erfreulicher Punkt sind die Systemanforderungen. Diese sind im Gegensatz zu Vista enorm gesunken. Für Windows 7 benötigt man gerade einmal:

  • Prozessor: 1 GHz (32 und 64 Bit)
  • Arbeitsspeicher: 1 GB (32 Bit), 2 GB (64 Bit)
  • Speicherplatz: 16 GB (32 Bit), 20 GB (64 Bit)
  • Grafik: 128 MB Speicher und DirectX 9-Fähigkeit
  • DVD-Laufwerk

Im Grunde genommen ist das nicht viel mehr als man benötigt, um ein halbwegs flüssiges Windows XP zu bekommen. Wer mehr hat, hat es natürlich gut, da erst ab einer besseren Leistung auch bestimmte Features aktiviert werden, z.B. die Desktopeffekte von Aero. Hier versucht Microsoft wohl auch stark in den Markt der Netbooks drängen zu wollen, die momentan entweder mit Linux oder Windows XP ausgeliefert werden.

Screenshot der Bibliotheken-Verwaltung in Windows 7

Die Bibliotheken in Windows 7 sind äußerst praktisch, wenn man mehrere Ordner für gleiche Datetypen, z.B. Musik, nutzt.

Sehr praktisch sind die neu eingeführten virtuellen Ordner, Bibliotheken genannt (siehe Screenshot rechts). Das sind spezielle Ordner, in die man andere Ordner integrieren kann und somit beispielsweise eine verteilte Musiksammlung an einen Ort zusammenbringen kann. Physikalisch werden die Ordner nicht angerührt, sie werden im Explorer einfach zusammen ausgelesen.

Abgesehen davon hat Microsoft nochmal stark an der Sicherheit des System gearbeitet. Vor allem Nutzer von Windows Vista dürften sich darüber freuen nicht mehr alle fünf Minuten eine Warnung zu erhalten. Das Media Center wurde ebenfalls überarbeitet, Multi-Touch wird unterstützt und DirectX 11 wird veröffentlicht.

Fazit

Da ich Windows 7 als Produktivsystem verwende, hatte ich inzwischen mehr als genug Möglichkeiten mir eine Meinung zu diesem Betriebssystem zu bilden. Ich bin begeistert! Es ist schnell, schön, nicht überladen, hat nützliche Features und macht einfach Spaß. Auch wenn ich es ungern zugebe, aber hier hat Microsoft wirklich ganze Arbeit geleistet. Hut ab. Bis zur Veröffentlichung, die angeblich bereits im Oktober sein soll, dauert es zwar noch ein bisschen und bis dahin muss ich mich noch mit kleinen Minibugs herumschlagen, aber ich bestelle es mir, sobald es zum Verkauf steht.

Und wer es tatsächlich geschafft hat alles bis hier unten zu lesen hat doch bestimmt nichts dagegen noch einen kleinen Kommentar zu schreiben, oder?

Diverse Schreibtische

Es ist soweit. Vor einer Woche bereits ging meine erste Blogparade zu Ende und auch wenn insgesamt nur vier fünf sechs Leute, abgesehen von mir, daran teilgenommen haben halte ich das doch für einen kleinen Erfolg. Immerhin existiert dieses Blog noch nicht wirklich lange. So, genug um den heißen Brei geredet. Hier kommen die Bilder der diversen Schreibtische.

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