Frontansicht meines schwarzen VW up!

VW up! Erfahrungen nach fünf Monaten

Merk´ dir das Nummernschild gut, mein Freund. Es könnte sein, dass ich dir bald schon auf der Autobahn begegne und dich auf der linken Spur bedränge. Denn dort wirkt das Lächeln meines inzwischen fünf Monaten alten VW up!  nicht mehr ganz so nett und zeigt nur noch an, dass du im Weg bist und mir Platz machen sollst.

Mein up! ist so schwarz wie meine Seele, abgesehen vom weißen Dash Pad, welches meinen „Widersachern“ auf der Straße ein wenig Hoffnung erlaubt. Nur um sie dann ganz schnell zu zerschlagen. Bei Tempo 190 merkt man das besonders, denn das leisten die 75 PS ohne größere Probleme. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass ich die Tachonadel bis an den Rand treiben könnte wenn die Autobahn nur lang und frei genug ist. Von einer Abregelung ist absolut nichts zu spüren. Muhahaha!

Warum ein VW up!?

Mein schwarzer VW up! von hinten betrachtet

Die Rückleuchten und das abfallende Heck sind ganz klare Erkennungsmerkmalse des up! von Wolkswagen.

Es gibt mehrere Gründe dafür, dass ich mir dieses Auto geleistet habe. Zum einen der, dass mein alter Polo von Volkswagen das Alter erreicht hat, in dem jede Menge teure Reparaturen anstehen. Zum anderen das niedrige Gewicht von nicht mal 1000 kg und die dafür mehr als ausreichende Leistung. Auch das Design hat eine Rolle gespielt, da mir dieses vom ersten Augenblick an gefallen hat. Endlich ein würdiger Lupo-Nachfolder.

Dann natürlich noch der Preis. So wenig Auto für so viel Geld, da konnte ich nicht widerstehen. Oha, andersrum natürlich! Klar, der VW up! ist nicht das billigste Auto, vor allem wenn man über die Basis-Ausstattung hinaus noch ein wenig mehr haben will. Aber dafür bekommt man auch wirklich solide Qualität geliefert. Was aber weitaus ausschlaggebender war, waren die monatlichen Kosten. Durch die extrem günstige Versicherung für 9,99 € pro Monat und den geringen Spritverbrauch kommt mich mein VW up! wesentlich günstiger als sein Vorgänger.

Zum Thema Qualität

Da kann man, für VW typisch, nicht meckern. Alles ist sauber verarbeitet, es gibt keine harten Kanten, die Materialien sind hochwertig und fassen sich auch so an. Die verbauten Lautsprecher sind ebenfalls sehr gut und verkraften auch tiefe Bässe ohne zu klirren. Das ganze Auto wackelt zwar in solchen Momenten, aber es klappert nichts.

Der Motor könnte ein wenig besser klingen. Dreht man den Zündschlüssel um kann man sich nicht so wirklich entscheiden, ob da gerade ein kleiner LKW startet oder eine Maus fiept. Bei offenem Fenster hört man auch manchmal bei günstigem Wind die drei äußerst kleinen Kolben arbeiten.

Der Motorraum selbst wirkt sehr aufgeräumt. Sollte da einmal etwas ausgetauscht werden müssen dürften die Mechaniker schnell an die richtigen Stellen gelangen können. Beim Lupo und meinem alten Polo war das anders. Ohne zu schrauben konnte man um den Motor herum nahezu nichts machen.

Die Ausstattung meines VW up!

Seitenansicht des VW up!

Die vielspeichigen Alufelgen sind beim high up! Serienausstattung. © Volkswagen

Als Basis-Modell habe ich mir den high up! ausgesucht. Zusätzlich habe ich für Manfred. so heißt mein VW up!, noch die schwarze Lackierung, das Sound-Paket mit sechs Lautsprechern, die Sitzheizung und Winterreifen bestellt. Also gar nicht mal so viel mehr als ohnehin vorhanden. Die vielspeichigen Alufelgen sind übrigens Serienausstattung.

Nach fast einem halben Jahr habe ich jedoch auch ein paar Sparmaßnahmen von VW entdeckt, die den Eindruck zwar nicht trüben, aber wenn man jahrelang einen Polo gefahren ist, ist man einfach so manches gewohnt.

  • Da wären bspw. die Scheibenwischer, deren Intervall sich nicht regeln lässt. Somit ist die Intervall-Schaltung meistens entweder zu langsam oder zu schnell.
  • Eine Höhenverstellung der Gurte vermisse ich wirklich. Ich bin ja selbst nicht der Größte, aber bei zu dünnen Klamotten reibt der Gurt doch merkbar am Hals.
  • Auch ein Abbieg-Licht vermisse ich etwas. Die Ausleuchtung des VW up! ist zwar hervorragend, aber manchmal wäre es doch schön, wenn man in starken Kurven mehr sehen könnte.
  • Und wer mit dem Gedanken spielt einen up! ohne maps + more zu bestellen, dem sei gesagt dass man fast keine Möglichkeit hat ein Handy oder Navi ohne Saugnapf an der Windschutzscheibe zu platzieren. Brodit bietet hier aber glücklicherweise seit einigen Wochen Abhilfe.
  • Und für mich als Fotografen, der nur zu gern nachts unterwegs ist und sein Stativ immer im Kofferraum hat, fehlt eine Beleuchtung ebendessen. Die Kamera im komplett Dunkeln auf das Stativgewinde schrauben ist eine Sportart für sich.

Fazit

Der VW up! ist ein Auto für die Stadt, welches sich aber auf der Autobahn mindestens genauso wohl fühlt. Die Leistung reicht locker für Sprints und zum Überholen. Insgesamt bereitet mir das Fahren dieses Autos Unmengen an Spaß. Dass der kleine up! das neue große Ding von Volkswagen ist merkt man auch daran, dass langsam immer mehr Ausstattung zur Verfügung steht und noch einige weitere Modelle auf der Plattform gebaut werden sollen.

Auch Skoda baut mit dem Citigo seinen eigenen Ableger der Familie. Diesen hat Sebastian bereits gefahren. Und ABT tunt den up! sogar.

Für mich ist der up! mehr als ausreichend, auch was das Platzangebot angeht und ich bin rundum glücklich damit. Das habe ich sogar in einer Kundenumfrage bestätigt. Ich bin nur sehr gespannt darauf ob ich das in drei Jahren immer noch behaupten kann oder ob ich froh bin, dass ich ihn gegen ein neues Auto eintauschen kann. Aber das zeigt die Zukunft.

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Hallo, ich heiße Benjamin Hofmann und mir gehört dieses Blog. Wenn du mehr über mich erfahren willst kannst du das auf dieser Seite tun. Ich bin natürlich auch auf Twitter, Facebook und Google+ zu finden.

4 comments, add your’s.

Gato

Ich habe die Erdgasversion und kann die Leistung (auch wenn man den Motor ausdreht) mit den für den Motor großen Sprüngen zwischen den Gängen von ca. 2000 RPM im Vergleich zu meinem alten Lupo TDI nur als gerade noch ausreichend bezeichnen. Alles ab Tempo 130 ist Quälerei. Das Anfahrdrehmoment im Stadtverkehr hingegen ist gut.

Keine Ahnung habe ich, wie Du darauf kommst, im Motorraum des UP könnte man besser schrauben als beim Lupo.
Genau umgekehrt ist es. Besonders beim Rausschrauben des Getriebes oder auch des Anlassers merkt man das.

Beim Lupo ist selbst bei den größeren Motoren viel mehr Platz vorhanden, was man dem Up nicht vorwerfen kann. Irgendwoher kommt der größere Innenraum und Kofferraum trotz geringerer Außenlänge.

Einzig das Wechseln der Scheinwerferbirnen ist beim Up weniger fummelig als beim Lupo.

Ansonsten Zustimmung.

    Hallo Gato,

    Danke für deinen Kommentar. Für mich als Laien sah es so aus, als wäre da genug Platz um mal schnell irgendwo im Motorraum hinzukommen. Was mich allerdings wundert ist, dass dein Up! schon ab 130 km/h schlapp macht, da fängt bei meinem erst der Spaß an. Neulich konnte ich ihn sogar bis Tempo 200 ausfahren, dann war jedoch Schluss

Thomas Fassbender

Hallo Benjamin,
gefällt dir dein up! nach guten 4 Jahren immer noch oder gab es inzwischen Fehlfunktionen oder derartiges?

Liebe Grüße
Thomas

    Moin Thomas,

    Sorry für die extrem späte Antwort. Nach nun über 4,5 Jahren gefällt mir mein Up! auch weiterhin super, auch wenn es inzwischen doch schon die ein oder andere Macke gab. Zum einen habe ich inzwischen mehrfach die Lambda-Sonden wechseln lassen müssen, die Bremsanlage war mal fällig und mein Auspuff rostet so langsam vor sich hin. Vom Hagelschaden und der undichten Windschutzscheibe mal ganz abgesehen gibt es aber für mich weiterhin kein besseres Auto und ich liebäugle bereits mit dem Nachfolger. Diesmal jedoch erst ein paar Monate nach dessen Erscheinen und nicht gleich als Early-Adopter, um eventuellen Kinderkrankheiten gleich entgegenzukommen.

    Viele Grüße,
    Benni

One Trackback

  1. […] gibt es soviele Schilder auf engstem Raum, dass ich Probleme hatte einen bewachten Parkplatz für meinen up! zu finden.Und wie geht´s weiter?Ganz einfach. Ich werde weiter meine gemachten Bilder […]

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