Standard-Wallpaper von Windows 7

Windows 7

Lange musstet ihr warten, doch nun ist es endlich soweit. Ich schreibe tatsächlich am, vor Ewigkeiten angekündigten, Artikel zu Windows 7, der meine gesammelten Erfahrungen mit diesem Betriebssystem schildern soll.

Download und Installation

Am 9. Januar diesen Jahres wurde die Betaversion zum Download freigegeben. Auch ich war an diesem Tag dabei und habe nahezu 24 Stunden auf einen erfolgreichen Download gewartet. Als sich dann endlich das Image auf meiner Platte befand dauerte es nicht lange bis es seinen Weg auf eine DVD fand und ich anfing das System auf eine neue Partition zu installieren. Schon zu diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dass Windows 7 ganz anders als Windows XP ist, da allein die Installation sehr schnell und bedienerfreundlich ablief.

Anschließend erfolgte der erste Start und man kann hier wirklich von einem Start sprechen, da der Desktop innerhalb kürzester Zeit zu sehen war und ich loslegen konnte. Zuerst wurde natürlich ein Antivirenprogramm installiert, welches ich bereits auf einer meiner Festplatten abgelegt hatte. Man will sich ja nicht ungeschützt ins Netz begeben. Dann fing ich an die neuen Features zu erkunden.

Was ist alles neu und was bleibt beim alten?

Screenshot der neuen Taskleiste von Windows 7

Die Taskleiste wirkt aufgeräumt und ist beliebig mit Programmen bestückbar, ähnlich der bisher verfügbaren Schnellstartleiste.

Das Erste, was direkt ins Auge sticht, ist natürlich der Style, der sich, soweit ich das beurteilen kann, nicht allzu sehr von Windows Vista unterscheidet. Auf der Suche nach einem startbaren Programm kommt man anfangs nicht um das Startmenü herum und das ist der Moment in dem man die komplett geänderte Taskleiste entdeckt. Sie ist höher als bei Vista, aber ihre wahren Fähigkeiten offenbart sie erst, wenn man ein Programm startet.

Der Programmstart selbst überrascht, da dieser rasend schnell vonstatten geht. Hier habe ich mich sehr wie bei einem frisch aufgesetztes Windows XP gefühlt. Doch bei diesem System geht die Performance mit ansteigender Betriebszeit allmählich vor die Säue und es dauert eine halbe Ewigkeit bis ein Programm einsatzbereit ist. Bei Windows 7 ist das nicht der Fall. Hier bleibt die Performance auch nach Monaten konstant.

Nun wieder zur Taskleiste. Sucht man seine heißgeliebte Schnellstartleiste sucht man diese vergeblich. Sie ist verschwunden, aber immer noch da, auf eine andere Art und Weise. Will man ein Programm in die „Schnellstartleiste“ bringen zieht man einfach die Verknüpfung auf die Taskleiste und schon steht das Programm immer und überall zur Verfügung. Auf dem Screenshot sieht man meine Schnellstartleiste mit den für mich wichtigsten drei Programmen. Startet man nun ein Programm wird um das Icon herum ein Rahmen gezeichnet. Startet man andere Programme gesellen sich diese rechts neben die immer vorhandenen Programmicons.

Ein weiteres sehr nützliches Feature der Taskleiste ist, dass man nun endlich die offenen Programme sortieren kann. Jeder kennt das doch. Man arbeitet wie wild und ein Programm stürzt ab, wenn nicht sogar der Explorer selbst und alle Fenster sind durcheinander gewürfelt. Mir geht es in der Arbeit dann immer so, dass ich alle Programme schließen muss um zum Gewohnten zurückzukommen, da ich mich ansonsten dauernd verklicke. In Windows 7 zieht man nun einfach das gewünschte Programm an die gewünschte Position und schon gehts weiter.

Screenshot der Fenstervorschau der neuen Taskleiste in Windows 7

Die einzelnen Tabs des Internet Explorer 8 lassen sich bequem in einer Vorschau anzeigen.

Gemeinsam mit der Betaversion und auch mit dem Release Candidate wird der Internet Explorer 8 ausgeliefert. Ich will jetzt allerdings nichts über den Sinn und Unsinn dieses Browsers erzählen. Das kann man auch an anderer Stelle tun. Ich will hier auf ein sehr schönes Feature hinweisen, welches im Zusammenspiel zwischen IE8 und Windows 7 sichtbar wird. Hat man im Browser mehrere Tabs geöffnet und fährt in der Taskleiste auf das Programmicon sieht man ebendiese Tabs als wären sie eigenständige Fenster (siehe Screenshot). Hier hoffe ich stark, dass auch andere Softwareschmieden sich diese Möglichkeit zunutze machen.

Taskleiste hier, Taskleiste da. Weg damit!

OK, ich habe wirklich viel über das Anhängsel am unteren Bildschirmrand geschrieben, doch ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich allein dafür Windows 7 kaufen würde, sobald es auf den Markt kommt. Doch nun zu anderen Features.

Wie zuvor bereits angedeutet ist die Performance dieses Betriebssystems beachtlich. Ganz subjektiv betrachtet kommt mir selbst der Release Candidate schneller als mein altes Windows XP vor, jedoch habe ich dieses leider nicht auf meinem neuen PC installieren können. Was aber ganz sicher anders ist, ist die Geschwindigkeit beim Booten. Ich habe jetzt nicht die Zeit dabei gestoppt, aber innerhalb kürzester Zeit kann man zu arbeiten anfangen. Sobald der Desktop angezeigt wird kann man auch schon Programme starten. Bei Windows XP und Vista wartet man erst mal noch eine Weile bis wirklich alles geladen ist.

Ein weitere sehr erfreulicher Punkt sind die Systemanforderungen. Diese sind im Gegensatz zu Vista enorm gesunken. Für Windows 7 benötigt man gerade einmal:

  • Prozessor: 1 GHz (32 und 64 Bit)
  • Arbeitsspeicher: 1 GB (32 Bit), 2 GB (64 Bit)
  • Speicherplatz: 16 GB (32 Bit), 20 GB (64 Bit)
  • Grafik: 128 MB Speicher und DirectX 9-Fähigkeit
  • DVD-Laufwerk

Im Grunde genommen ist das nicht viel mehr als man benötigt, um ein halbwegs flüssiges Windows XP zu bekommen. Wer mehr hat, hat es natürlich gut, da erst ab einer besseren Leistung auch bestimmte Features aktiviert werden, z.B. die Desktopeffekte von Aero. Hier versucht Microsoft wohl auch stark in den Markt der Netbooks drängen zu wollen, die momentan entweder mit Linux oder Windows XP ausgeliefert werden.

Screenshot der Bibliotheken-Verwaltung in Windows 7

Die Bibliotheken in Windows 7 sind äußerst praktisch, wenn man mehrere Ordner für gleiche Datetypen, z.B. Musik, nutzt.

Sehr praktisch sind die neu eingeführten virtuellen Ordner, Bibliotheken genannt (siehe Screenshot rechts). Das sind spezielle Ordner, in die man andere Ordner integrieren kann und somit beispielsweise eine verteilte Musiksammlung an einen Ort zusammenbringen kann. Physikalisch werden die Ordner nicht angerührt, sie werden im Explorer einfach zusammen ausgelesen.

Abgesehen davon hat Microsoft nochmal stark an der Sicherheit des System gearbeitet. Vor allem Nutzer von Windows Vista dürften sich darüber freuen nicht mehr alle fünf Minuten eine Warnung zu erhalten. Das Media Center wurde ebenfalls überarbeitet, Multi-Touch wird unterstützt und DirectX 11 wird veröffentlicht.

Fazit

Da ich Windows 7 als Produktivsystem verwende, hatte ich inzwischen mehr als genug Möglichkeiten mir eine Meinung zu diesem Betriebssystem zu bilden. Ich bin begeistert! Es ist schnell, schön, nicht überladen, hat nützliche Features und macht einfach Spaß. Auch wenn ich es ungern zugebe, aber hier hat Microsoft wirklich ganze Arbeit geleistet. Hut ab. Bis zur Veröffentlichung, die angeblich bereits im Oktober sein soll, dauert es zwar noch ein bisschen und bis dahin muss ich mich noch mit kleinen Minibugs herumschlagen, aber ich bestelle es mir, sobald es zum Verkauf steht.

Und wer es tatsächlich geschafft hat alles bis hier unten zu lesen hat doch bestimmt nichts dagegen noch einen kleinen Kommentar zu schreiben, oder?

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Hallo, ich heiße Benjamin Hofmann und mir gehört dieses Blog. Wenn du mehr über mich erfahren willst kannst du das auf dieser Seite tun. Ich bin natürlich auch auf Twitter, Facebook und Google+ zu finden.

8 comments, add your’s.

Tja, ein Vista eine neue GUI verpassen, ein paar richtig gute Features integrieren und ungenutzte Prozesse nicht starten, sowie UAC überarbeiten… Und schon ist man von Vista begeistert. Windows 7 habe ich auch genug gestestet, und klar ist es wieder etwas besser als der Vorgänger, aber es ist auch nur ein NT6. Ich habe mein Vista Ultimate x64 noch im Gebrauch, solange Windows 7 nicht Final zum kaufen gibt (Oktober/November 2009), erst dann wird es als Hauptsystem genutzt werden.

    Jetzt hast du mich daran erinnert, was ich noch schreiben wollte

    Klar ist Windows 7 nichts anderes als ein überarbeitetes und optimiertes Vista, aber das hat Microsoft dafür diesmal wirklich gut gemacht. Relativ wenig neue Features, dafür viele Features verbessert.

    Ach ja, Danke für deinen Kommentar. Das war schnell.

Hmm, ich hab hier leider ein Mainboard, für dass es keine Windows-XP-Treiber mehr gibt, deshalb werde ich wohl auf Windows 7 umsteigen – aber nur aus der Not raus, weil Vista wirklich fürchterlich langsam ist und es einfach gar keinen Spaß macht, mit Vista zu arbeiten. Wenn ich könnte, würde ich das gute, alte XP verwenden – das läuft auf meinem Heimrechner immer noch schneller als alles andere.

    Interessanten Nickname hast du da

    Ich bin inzwischen soweit, dass ich Windows 7 uneingeschränkt jedem empfehle, der auf ein neues Betriebssystem umsteigen will, da es, wie im Artikel bereits geschrieben, die gleiche Performance wie XP hat und das stylische Aussehen von Vista.

Hi Benny,

tatsächlich bis zum Ende geschafft und gern ein Kommentar!
Ist schon über ein halbes Jahr her, und ich würde ja eigentlich gern wissen, wie du jetzt dazu stehst. Ist Windows 7 noch der runner, oder doch lieber was anderes?
Ich frage auch, weil ich noch von keinem gehört habe, wie Windows 7 und Netbooks sich, hum, vertragen.
Meint ihr das Betriebssystem braucht noch mehr Leistung oder machen die kleinen Rechner mit? Lieber abwarten bis endlich modelle mit 2Gb-RAM aufm Markt kommen?

PS: schöne Website!

    Hallo Nathy,

    an meiner Meinung hat sich nichts geändert. Windows 7 ist und bleibt mein momentanes Lieblings-Betriebssystem. Beim Release-Candidat gab es zwar am Schluss ein paar kleinere Fehler, aber seit dem Wechsel auf die finale Version sind diese nicht mehr existent.

    Ob Windows 7 auf kleinen leistungsschwachen Netbooks läuft will ich nicht bezweifeln. Dafür gibt es ja auch eine eigene Version, jedoch geht dann der ganze Charme verloren, da die Effekt wegfallen usw. Von daher würde ich lieber noch warten bis Modelle mit 2 GB RAM auf dem Markt sind und da eine Home Premium-Version installieren.

    PS: Danke

sNaj

Ich habe einen eee-pc 1008HA (Netbook) und seit dem Release auch Windows 7 Ultimate (x86 selbstverständlich) drauf – mit Aero.
Läuft besser als das vorinstallierte XP – auch mit eingeschaltetem Aero.
ich benutze Windows 7 jetzt schon seit einem Jahr und kann es nur weiteremfehlen.
Mit einigen Tweaks und Customize Tools wird das ganze noch schöner und eben auch persönlicher.
Ein System zum wohl fühlen =)

    Was denn für Tweaks? Ich bin ja momentan auch so schon glücklich mit Windows 7, aber es wäre doch interessant zu wissen, was es alles gibt. Dachte eigentlich, dieses ganze Customizing hätte mit Windows XP aufgehört

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