Bild von diversen WordPress-Stickern vor einem Hintergrund aus durcheinander gewürfelten Wörtern.

WordPress 2.5 – Schrecken oder Segen?

Wie inzwischen allgemein bekannt sein sollte haben sich die Entwickler der Blogsoftware WordPress dafür entschieden die Version 2.4 zu überspringen und am 28. März10. März direkt Version 2.5 zu veröffentlichen. Laut Aussage der Verantwortlichen will man keine voreilig entwickelte Software auf den Markt bringen, sondern eine mit möglichst wenig Bugs.

Sieht man momentan im Bugtracker nach sieht es aber noch recht mager aus. 302 geschlossene und über 500 offene Tickets lassen in meinen Augen wenig Hoffnung, dass alle Fehler bis zum Release beseitigt werden.

Aber selbst wenn noch ein paar Tickets übrig bleiben (hoffen wir, dass dies keine allzu groben Lücken sind) scheint diese neue Version einige interessante neue Features zu haben.

Features

Zum einen soll die Software insgesamt schneller sein als bisherige Veröffentlichungen. Natürlich können Plugins diese gewonnene Geschwindigkeit wieder zunichte machen, aber davon wollen wir mal nicht ausgehen.

Zum anderen soll der Cache überarbeitet werden. Momentan wird entweder alles gecached oder nichts. Will man Teile des Frontends vom Caching ausschließen muss man den Kern von WordPress hacken und das rächt sich spätestens beim nächsten Update.

Bisher waren Updates trotz der relativ leichten Installation sehr mühsam. Man muss alle Plugins deaktivieren, das Update einspielen und anschließend wieder alle Plugins aktivieren. Dies soll in der neuen Version anders werden. Steht eine Aktualisierung ins Haus kann man jetzt auf einen Button klicken, der alle Plugins deaktiviert und nach dem Update alle zuvor aktiven Plugins wieder reaktiviert.

Die größte Änderung jedoch hat das Backend erfahren. Hier präsentiert sich WordPress von nun an in einer edlen Optik mit einem überarbeiteten Dashboard und einer verbesserten Menüstruktur. Trotzdem finde ich das Design nicht unbedingt gelungen.

Das neue Backend

Das Dashboard sieht sehr gut aus. Dort ist alles schön übersichtlich und man sieht alles Wichtige auf den ersten Blick. Auch scheint es die Möglichkeit zu geben in den einzelnen Boxen diverse Feeds anzeigen zu lassen. So kann man die für sich wichtigsten, auf WordPress bezogenen RSS-Feed direkt anzeigen lassen und ist immer auf dem aktuellen Stand der Dinge.

Klickt man jedoch weiter stellt man sehr schnell fest, dass das Design zwar nett anzusehen, jedoch zum Arbeiten wenig geeignet ist. Hierfür fehlt der Kontrast zwischen den einzelnen Elementen. Man weiß manchmal fast nicht wo der eine Bereich aufhört und der nächste beginnt. Besonders auf Monitoren mit schwachem Kontrast könnte das sehr anstrengend für die Augen werden.

Besonders stark ausgeprägt ist dieser Effekt auf der wichtigsten Seite des gesamten Backends: Schreiben, bzw. Write. Die Boxen sind selbst auf meinem sehr hellen Bildschirm nur schwer voneinander zu unterscheiden. Zudem wurde die gewohnte Anordnung der Elemente verworfen, so dass nun die Auswahl für die Kategorie, Diskussionen und für den Slug nur durch nervendes Scrollen zu erreichen sind.

Eine, bzw. zwei positive Sachen gibt es auf dieser Seite trotzdem zu berichten: Das Textfeld lässt sich stufenlos vergrößern oder verkleinern und es gibt neue Buttons, mit denen man sehr einfach diverse Multimediainhalte einbinden kann. So kann man bspw. sehr einfach Bilder in seinen Einträgen einbetten. Anscheinden wird es dort auch die Möglichkeit geben Audiodateien oder Videos direkt einzubetten. Diese Funktionen sind aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht funktionsfähig.

Im Bereich Verwalten, bzw. Manage sieht es sehr aufgeräumt aus. Hier hat man wieder sehr schnell alle nötigen Informationen erfasst. Doch auch hier fehlt meiner Meinung nach eine sehr wichtige Funktion. Derzeit kann man zwar schon nach Kategorie oder Veröffentlichungsmonat filtern, jedoch fehlt eine Sortierfunktion der Tabelle. So könnte man sehr schnell und einfach alphabetisch oder nach dem Autor sortieren.

Die Media Library– oder zu deutsch Uploads-Seite sieht irgendwie noch aus wie eine Mischung aus Version 2.3 und 2.5. Drumherum sieht alles neu aus, aber es gibt dort immer noch einen der momentan allzu bekannten blauen Balken mit Tabs darauf. Ansonsten sieht auch dieser Bereich sehr gut aus. Die Einstellungsmöglichkeiten für die vorhandenen Dateien sind umfangreich und leicht zu erreichen.

Der Bereich für die Kommentare ist womöglich derjenige, dem bisher am wenigsten Beachtung geschenkt wurde. Dort sieht man noch sehr viele unschöne Dinge, weswegen ich hierüber auch kein Urteil fällen kann.

Die Plugins-Seite sieht wie die Seite zur Verwaltung sehr aufgeräumt und gut aus. Am bekannten Schema hat sich hier nichts geändert. Grün hinterlegte Plugins sind installiert, weiß hinterlegte nicht.

Die Benutzer, bzw. Users-Seite sieht momentan ein klein wenig überladen aus. Es wird zwar klar, was was ist und was es bezweckt, aber es steckt alles auf einer einzigen Seite, was die Übersichtlichkeit erschwert.

Fazit

Alles in allem lohnt es sich das Update auf Version 2.5 zu wagen. Die neuen Features sind eine Bereicherung für die Arbeit mit der Software und das Design sieht gut aus. Wenn auch sehr kontrastarm, aber eventuell wird in dieser Richtung noch etwas geschraubt. Logischerweise kann ich hier nicht für alle sprechen, aber genau aus diesem Grund gibt es hier noch einen Link zur Demo der aktuellen Alpha-Version, wo sich dann jeder sein eigenes Bild davon machen kann. Zum Einloggen gibt es den Benutzer admin mit dem Passwort demo.

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